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Rezension: Hex Hall 01: Wilder Zauber von Rachel Hawkins

















Titel: Wilder Zauber
Autor: Rachel Hawkins
Reihe: Hex Hall
Seiten: 295
Preis: 9,95 €
Verlag: Egmont-Lyx
ISBN: 978-3-8025-8239-4

Meine Bewertung:

Klappentext:
Die sechszehnjährige Sophie Mercer ist eine Hexe. Doch die Sache mit der Magie hat sie nicht so wirklich im Griff. Als sie einer Mitschülerin mit einem Liebeszauber helfen will, endet dies mit derart katastrophalen Folgen, dass ihre Mutter sie an die Hecate Hall schickt, ein Internat für auffällig gewordene junge Hexen, Gestaltswandler und Feen. Dort teilt sich Sophie ein Zimmer mit der einzigen Vampirin der Schule. Kaum ist sie in "Hex Hall" angekommen, versucht ein Trio dunkler Hexen, sie für ihren Zirkel zu gewinnen, und Sophie verliebt sich Hals über Kopf  in den traumhaft gut aussehenden Hexer Archer - den Herzensbrecher von Hex Hall, der aber leider schon vergeben ist.
Da werden auf dem Campus einige Hexen angegriffen, und der Verdacht fällt auf Sophies Zimmergenossin Jenna. Doch Sophie ist überzeugt, dass Jenna unschuldig ist, vor allem, als sie erfährt, dass die finstere Bruderschaft des L´Occhio di Dio die Vernichtung aller magischen Wesen plant. Die Geheimgesellschaft hat einen Spion in der Schule platziert, und schon bald ist Sophie in höchster Gefahr ...

Meine Meinung:
"Wilder Zauber" ist der erste Band einer neuen Fantasy-Reihe für Jugendliche. Als allererstes möchte ich unbedingt die Covergestaltung loben! Das Buch sieht einfach hammer aus. Die Herbstrose ist als einziges glänzend gestaltet, wohingegen der Rest matt gehalten wurde. Das Mädchen das abgebildet ist, könnte wirklich Sophie sein. Das Cover hat eine magische, fast mystische Ausstrahlung. Es erinnert irgendwie an den Herbst und buntgefärbten Blättern, am liebsten würde ich mich in eine Decke einlullen und einen Tee trinken.
So, aber nun zum Inhalt.
Sophie ist eine junge, unerfahrene Hexe, die versucht einer unbeliebten Mitschülerin mithilfe eines Liebeszaubers ein Date zu verschaffen. Leider geht das mächtig schief und so wird Sophie vom Rat dazu verdonnert, bis zu ihrem achtzehnten Lebensjahr in Hecate Hall zu wohnen, auch bekannt unter dem Namen Hex Hall. Anfangs hat mich vieles an die House of Night Bücher erinnert, hier mal ein paar Beispiele:
Ein magisches Internat, ein gutaussehnender Junge der aber mit der Oberzicke der Schule zusammen ist, eine Art Schwesternschaft/ Zirkel, die Protagonistin, die große Kräfte haben soll, davon aber noch nichts weiß.
Aber Ähnlichkeiten gibt es in fast allen Büchern, sie sind aber noch kein Grund, dass ein Buch schlecht sein muss. Es kommt immer auf den Autor an, wie er dann die Geschichte weiterentwickelt...
Rachel Hawkins ist es auf jeden Fall gelungen, eine andere Geschichte zu erzählen, die meines Erachtens viel besser ist als die House of Night Reihe. Sophie macht Fehler, genauso wie jeder andere, sie ist keinesfalls eine gute Hexe. Oft geht irgendwas schief. Protagonisten sollten so sein, denn wer möchte gerne von Superfrauen lesen, die sowieso alles können und alles bekommen, inklusive des gut aussehenden Jungens?
Ich nicht und deshalb gefällt mir die Geschichte von Sophie viel besser als die oben genannte andere Reihe.
Sophie war mir sofort sympatisch, sie ist keck und weiß sich zu wehren. Ihre Zimmergenossin ist der einzige Vampir in Hex Hall, Jenna. Auch sie schließt man ins Herz. Jenna tat mir wirklich leid, denn sie ist der Sündenbock in Hex Hall, manchmal wird sie regelrecht fertig gemacht. Sophie ist die einzige die zu ihr hält und nicht daran glaubt, dass Jenna für den Tod von einer ehemaligen Schülerin und für den Überfall auf zwei weitere Schülerinnen, alle drei dunkle Hexen, verantwortlich ist.
Der Leser tappt ebenso im Dunkeln wie Sophie. Ich hatte bis kurz vor dem Ende keinen Verdächtigen. wirklich. Rachel Hawkins verwirrt einen, sie lässt die Charaktere ihre guten ebenso wie ihre schlechten Seiten zeigen und so weiß man gar nicht mehr, wer jetzt wirklich der Böse in der Geschichte ist.
Die Spannung steigt vor allem zum Ende hin und auch darüber hinaus, es geschehen einige unerwartete Ereignisse, die nochmal alles durcheinander wirbeln. Das Buch endet mit einem Cliffhänger, es wurden einige Fragen geklärt, aber viele sind noch offen oder gerade erst enstanden. Man möchte unbedingt wissen, was los ist und wie es weiter geht...
Gott sei Dank gibt es schon den zweiten und bald auch den dritten Teil. Schade ist nur, dass der erste Band im Vergleich zu vielen anderen Fantasyjugendbüchern sehr dünn war, nicht mal ganz dreihundert Seiten. Aber dafür ist keine Seite umsonst. Ich habe gesehen, dass auch die Seitenanzahl pro Buch der Reihe steigt, also ist das nicht tragisch.

Mein Fazit:
Wer Lust hat, etwas Magisches und Spannendes zu erleben, ist hier genau richtig. Tolle Charaktere, super Handlung und ein passendes Setting. Ich konnte Hecate Hall richtig vor meinen Augen sehen, ebenso wie ihre Bewohner. Die Grenze zwischen Gut und Böse verschwindet, jeder hat gute und schlechte Seiten. Außerdem darf man sich durch die vielen unerwarteten Wendungen überraschen lassen... Unbedingt lesen! Ein wunderbarer Einstieg in die Hex Hall Reihe.

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Larissa