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Rezension: Schwarzes Flüstern von Gena Showalter



















Titel: Schwarzes Flüstern
Autor: Gena Showalter
Reihe: Herren der Unterwelt (Band 4)
Seiten: 476
Preis: 8,95 €
Verlag: Mira
ISBN: 978-3-89941-816-3

Meine Bewertung:


Klappentext:
Sabin ist der Hüter des Zweifels. Der Liebe hat er abgeschworen, seit sein Dämon die letzte Frau, die Sabin begehrte, vor Jahren regelrecht in den Tod getrieben hat. Seither kämpft er nur noch an der Seite der anderen Lords gegen die Jäger, Sterbliche, die die Dämonen bannen und die Lords danach töten wollen.
Auf einem der Feldzüge gegen die Jäger lernt Sain in Ägypten jedoch Gwen kennen. Ihr, die halb Harpyie und halb Engel ist und demnach eine dunkle und eine helle Seite in sich vereint, kann der vom Zweifel gepeinigte Herr der Unterwelt nicht widerstehen. Doch gelingt es der Halbtochter Luzifers, ihre zerstörerische Kraft zu bannen?
Und kann sie darüber hinaus den Dämon des Zweifels in Sabin zum Schweigen bringen?

Meine Meinung:

"Schwarzes Flüstern" ist der vierte Teil der Reihe "Herren der Unterwelt" von Gena Showalter. Dieses Mal geht es um einen eher unbekannteren Krieger, Sabin, der in den Vorgängerbüchern nicht oft vorkam. Jetzt hatte er fast fünfhundert Seiten Zeit uns seine Geschichte zu erzählen.
Gena Showalter hat eine andere Welt erschaffen, in denen es verschiedene Götter und viele andere Wesen gibt. Zum Beispiel Dämonen, Harpyien, Engel... Die Herren der Unterwelt, wie sich eine Gruppe von Kriegern nennt, wurde einst von den griechischen Göttern zu ihrem Schutz erschaffen. Doch eines Tages waren sie zu übermütig, töteten Pandora und öffneten ihre Büchse, in der sich die verschiedensten Dämonen tumelten. Als Strafe bekam jeder Krieger einen Dämon, den er aufnehmen musste und seither in ihm lebt. Es gibt Dämonen wie Zweifel, Wut, Zorn, Katastrophe, Tod, Krankeit, Lüge etc. Anfangs kontrollierten die Dämonen ihre Besitzer noch und brachten so viel Leid über die Menschheit, Epidemien wie Massenmorde.
Um so etwas in Zukunft zu vermeiden und die Herren der Unterwelt zu zerstören hat sich eine Gruppe von Menschen zusammengeschlossen, die Jäger, und stehen unter der Führung eines anderen Herren der Unterwelt, der ihnen weißmacht, er sei ein Engel. So herrscht andauernd Krieg zwischen beiden Fronten, denn die Jäger machen die Hüter der Dämonen für jegliches Leid der Welt verantwortlich ...
So viel zur Vorgeschichte. Ich mag diese Reihe wirklich, aber ich konnte mir nicht vorstellen, dass mir die Geschichte von Sabin gefallen würde. Er war mir eigentlich noch ziemlich unbekannt, außer von seinen kurzen Auftritten in vorigen Büchern. Aber, dass er den Dämon Zweifel in sich trägt hört sich doch spannend und vielversprechend an, oder?
Leider war ich nicht vollkommen überzeugt von diesem Band der Reihe. Aber zuerst die positiven Sachen. Ich finde es wirklich toll, dass dieses Mal die Frau (Gwen) stärker als alle anderen ist, stärker als Sabin. Sonst muss doch der Krieger immer die holde Jungfrau aus ihren Nöten retten, aber hier war es genau anders herum. Obwohl Gwen zu Beginn sehr schüchtern und verängstigt ist, ist sie trotzdem mächtiger als die Herren der Unterwelt, was ihr Respekt und auch Ehrfurcht einbringt. Denn nicht einmal die stärksten Krieger wollen sich mit ihr anlegen. Denn sie ist eine Harpyie, ein mystisches Geschöpf mit hauchzarten Flügeln. Sie ann nur etwas zusichnehmen, wenn sie es gestohlen oder es sich verdient hat. Es umgibt sie viele Geheimnisse ihrer seltsamen Art. Die Harpyie in ihr ist die perfekte Killermaschine. Doch Gwen hat Angst Unschuldige zu verletzen und vermeidet somit jegliche Situationen. Ihre Ängste und Selbstzweifel lassen sie sehr authentisch in der Rolle der Schüchternen erscheinen.
Auf der anderen Seite gibt es Sabin, der wohl das komplette Gegenteil von Gwen ist, selbstbewusst, brutal und er würde die Liebe dem Krieg opfern. Der Sieg kommt für ihn vor allem anderen. Er trägt den Dämonen Zweifel in sich, der anderen Leute immer wieder einflüstert, sie seien nichts wert, hässlich etc. so hat Zweifel auch eine von Sabins Geliebten zum Selbstmord getrieben, indem er ihr Selbstwertgefühl vernichtete.
Sobald Sabin auf Gwen trifft, ist ihm klar, wie stark und mächtig sie ist. Er will sie unbedingt für seine Zwecke benutzen und zwar als Geheimwaffe gegen die Jäger. Er interessiert sich nicht für Gwens Meinung dazu, sondern denkt ausschließlich an den Krieg. Zweifel versucht indes ihr Selbstbeswusstsein zu zerstören, das sowieso zu wenig vorhanden ist.
Die Entwicklung die die beiden im Laufe des Buchs durchmachen ist logisch und nachvollziehbar. Sabin ist nicht mehr der Vollblutkrieger, sondern sorgt sich auch um Gwen (wie hätte es auch anders kommen sollen). Aber auch gwen entwickelt sich weiter, sie ist nicht mehr das schüchterne Mädchen, das zusammengekauert in der Ecke hockt, sondern wird eine tapfe, selbstsichere Frau, die ihre Stärken kennt und auch nicht scheut, sie einzusetzen.
Super finde ich auch, dass man mehr über die anderen Krieger und ihre Dämonen erfährt, vor allem Aeron, Paris, Gideon, Kane und Amun haben mich sehr interessiert und ich bin shcon gespannt, auf ihre Geschichten. Aerons wird ja im nächsten Band behandelt! Es hat mir gefallen, dass die Krieger nicht zu feige waren, auszusprechen, dass sie ihre Freunde lieben. Sie würden ihr Leben für die anderen geben. Vor allem die Freundschaft zwischen Paris und Aeron hat mir sehr gefallen, denn man merkte wirklich, dass ihnen viel am Wohl ihres Freundes liegt...
So, nun zu meinem Kritikpunkten. ich fand, dass das Buch teilweise ziemlich grausam war. Die Vorgänger waren mir nicht so in Erinnerung geblieben, deshalb ist es mir aufgefallen. Beispiel: Paris hat einem Jäger die Zunge herausgeschnitten und der musste sie dann noch essen.... Also so deutlich brauchte es meiner Meinung nach nicht sein. Es ist klar, dass die Jäger keine Engel sind und viele Frauen vergewaltigten, aber die Folterungen von ihnen wollte ich nicht so bildlich mitbekommen.
Zudem hätte Sabins Dämon Zweifel ruhig stärker auftreten können. Es wirkte irgendwie schwach und leicht zu konrtollieren, was bei den anderen Kriegern niemals der Fall war. Sabin musste ihn nur anschnautzen und schon hörte er auf, Gwen seine Worte einzuflüstern. Hier häte ruhig mehr Spannung und Drama sein können.
Mir kam es so vor, als hätte das buch stark angefangen, dann wurde es zwischendrin etwas langwierig und auch nachlassend, bis es dann zu einem starken Ende kam.

Mein Fazit:
Eine gute Fortsetzung der Reihe, aber nicht so gut wie seine Vorgänger!

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Larissa