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Rezension: Silberlicht von Laura Whitcomb


















Titel: Silberlicht
Autor: Laura Whitcomb
Reihe: nein
Seiten: 311
Preis: 14,99 €
Verlag: PAN
ISBN: 978-3426283288

Meine Bewertung:


Klappentext:

"Jemand sah mich an; ein seltsames Gefühl, wenn man tot ist."
Helen ist tot. Und doch ist es ihr nicht vergönnt, ins Himmelreich aufzusteigen. Als durchsichtiger Schatten einer einst wunderschönen Frau bleibt sie auf Erden gefangen. Niemand sieht sie und niemand kann sie berühren. Sie ist die stille Muse ihrer "Bewahrer", allesamt Schriftsteller, denen sie die richtigen Worte einflüstert und die nie etwas von ihrer Existenz erfahren werden.
Bis eines Tages ein Siebzehnjähriger ihr Leben verändert: Er blickt Helen direkt ins Gesicht und ... er lächelt! Im Körper des Schülers steckt James, ebenfalls eine Lichtgestalt. Er ist fasziniert von Helens Schönheit, und vom ersten Augenblick an wissen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind. Nun müssen sie alles daransetzen, einen menschlichen Körper für Helen zu finden. Eine abenteuerliche Suche beginnt.

Meine Meinung:

"Silberlicht" ist der erste Roman von Laura Whitcomb. Das Buch hat einen Softcovereinband, der passend zum Inhalt gestaltet wurde. Das Buch schimmert zart golden, eine Frau ist angedeutet. Ich finde das Buch leuchtet ebenso wie die Lichtgestalten die James und Helen sind.
Die Idee hinter dem Buch ist eine interessante: es gibt Menschen, die nach dem Tod als Lichtgestalten auf der Erde wandeln, keiner kann sie wahrnehmen. Sie sind entweder an Personen oder an Orte gebunden. Helen ist eine Lichtgestalt, die schon seit vielen Jahrhunderten bei verschiedenen Menschen (ihre Bewahrer) lebt. Es sind meistens Dichter, Schriftsteller oder Schauspieler, künstlerische Leute, denen sie die perfekten Worte einhaucht. Also ihre Muse sozusagen. James hingegen war an einen bestimmten Ort gebunden, doch irgendwie hat er es geschafft sich in einem Körper zu binden. Fortan lebt er nun in einem siebzehnjährigen Jungen, der drogensüchtig war. Als James und Helen sich begegnen, sind sie fasziniert voneinander. Helen will es gar nicht glauben, dass so etwas überhaupt möglich ist. Sie hat höllische Angst enttäuscht zu werden oder von ihrem Bewahrer getrennt zu werden.
James Körper gehörte einem Jungen namens Billy, der einen überfürsorglichen Bruder hat. Aber durch Billys Vergangenheit erkennt man, warum Mitch so geworden ist. Endlich finden James und Helen einen geeigneten Körper für Helen. Die ehemalige Besitzerin Jenny verließ ihren Körper und so nimmt Helen ihren Platz ein. Doch es ist schwierig für sie, sie kennt nicht Jennys Vergangenheit noch ihre Familie, Freunde etc. Jennys Eltern sind religiöse Fanatiker, die bestimmen, dass Jenny sich mit keinem Jungen außerhalb der Gemeinde treffen darf. Helen gerät oft an Jennys Eltern, denn Helen weiß wie es ist zu sterben und was danach passiert. Kommt ein Mensch in den Himmel, obwohl er sich nie öffentlich zu Gott bekannt hat? Solche Fragen stellt Helen sich und auch ihrer neuen Umgebung. Ich kann Helens Reaktion sehr gut nachvollziehen, denn die Gemeinde und ihre Mitglieder glauben alles zu wissen, auch was für sie am besten und was am schlechtesten ist.
Wie man merkt, gibt es auch eine religiöse Seite des Buches. Es beschäftigt sich mit den Fragen "Was passiert wenn ich gestorben bin? Wo komme ich hin? Gibt es einen Himmel oder nicht? Kommt da überhaupt etwas?". Fragen die sich jeder bestimmt schon einmal gefragt hat, ob religiös oder nicht.
Die Liebesgeschichte zwischen Helen und James ist wirklich schön, aber es fängt sehr schnell an. Wahrscheinlich konnten sie es nach mehreren hundert Jahren ohne Berührung und Liebe es nicht mehr aushalten...
Es gibt viele Hürden auf ihrem Weg, sie sind in den fremden Körpern gefangen, müssen so handeln, dass keiner etwas bemerkt. Es gibt viele Probleme, die auf das Paar zukommen und wo sie sich schwer tun. Ein Beispiel: James steckt im Körper von Billy, der jetzt eine Anzeige wegen Nichteingreifen bei einer Vergewaltigung einer Mitschülerin durch seine Freunde, das war aber vor James´ Zeit in Billys Körper. nun weiß er nicht, was stimmt oder was nicht. Was, wenn das Mädchen lügt? Was aber, wenn es stimmt?
Ich finde das Buch behandelt viele aktuelle Probleme wie das Leben nach dem Tod, das Sterben ansich, Jugendprobleme, Fanatismus...
Man überlegt sich danach, an was man selbst glaubt. Glaube ich an Gott und an den Himmel oder vielleicht kommt nach dem Tod nichts außer schwarzer Leere?

Mein Fazit:
Ein gutes, aber ruhiges Buch. Es liegt so eine Art Stille über dem Buch, wie ich finde. Es ist aber keinesfalls langweilig oder so. Im Gegenteil. Es muss nicht immer hektisch und actiongeladen sein, damit ein Buch gut ist. "Silberlicht" schafft es ohne Action oder Kitsch. Die Thematik beschäftigt einen auch noch nach dem Lesen, die gleichen Fragen werden sich auch noch in hundert Jahren die Menschen stellen. Es ist also nichts, was nur in unsere Zeit und ins Heute passt.

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Larissa