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Rezension: Drei Wünsche hast du frei von Jackson Pearce



















Titel: Drei Wünsche hast du frei
Autor: Jackson Pearce
Reihe: nein
Seiten: 288
Preis: 12,99 €
Verlag: PAN
ISBN:978-3-426-28336-3
Originaltitel: As you wish

Meine Bewertung:

Klappentext:

"Wer bist du?", flüsterte sie.
"Ich habe keinen Namen", antworte ich. "Aber können wir die Förmlichkeiten überspringen und das hier beschleunigen?"
"Was beschleunigen?"
"Das mit den Wünschen. Ich bin hier, um dir drei zu erfüllen."

Als Viola von ihrem Freund verlassen wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Gerade noch war sie verliebt und beliebt, nun ist sie nur noch die Ex vom coolsten Typ der Schule. Viola wünscht sich nichts mehr, als wieder glüclich zu werden - und beschwört so versehentlich einen Dschinn herbei. Er ist jung, er sieht gut aus ... und er ist furchtbar schlecht gelaunt, denn er hält Menschen für ungemein nervtötend. Aber bevor er in seine Heimat zurückkehren kann, muss er Viola drei Wünsche erfüllen. Und das ist nicht so einfach, wie es sich anhört ...

Erster Satz:

Alles, was ich in der Shakespeare-Stunde heute gelernt habe, ist: Manchmal muss man sich in den falschen Menschen verlieben, um den richtigen Menschen zu finden.

Meine Meinung:


Buchgestaltung: 
Ich finde, dass das buch wirklich schon aussieht. Es ist ruhig gestaltet, so, als herrsche keine Hektik. Aber es wirkt auch verträumt, so als könnte man sich nicht entscheiden, was real ist und was nicht. Zudem wurde ein Muster in das Cover eingearbeitet, über das sich auch streichen lässt. Ich denke, das Cover passt zum Inhalt, denn dort verschwimmt manchmal auch die Realität, besonders wenn man einen gutaussehenden, mürrischen Dschinn an seiner Seite hat.

Handlung: 
Es gibt sie wirklich, Dschinns, die einem drei Wünsche erfüllen. Das bekommt auch Viola zu spüren, denn sie hat ausversehen einen von ihnen beschworen, der nun vor ihr steht und sie als Herrin anspricht. Eine nette Idee aus Tausend und einer Nacht. Es ist mal eine angenehme Abwechslung von all den Vampiren, Werwölfen, Engeln und Co. Denn jetzt sind die Dschinns an der Reihe. Ein mystisches Volk, das in einem mystischen Land wohnt, wo es keine Sterne und keinen Regen gibt. Wo alles perfekt ist, keiner altert, alle sind freundlich zu einander. Sie haben keinen Namen und führen keine richtigen Beziehungen, Liebe gibt es nicht. Daran ist auch Dschinn gewöhnt, der sich nun um Viola und ihre drei Wünsche kümmern soll. Doch ihr fällt nichts ein, was sie sich wünschen kann, denn sie möchte sie nicht für etwas Dummes verbrauchen. Dschinn kann und will das nicht verstehen, denn er will schnellstmöglichst wieder in seine Heimat, denn auf der Erde beginnt er zu altern wie alle anderen. Er zählt die Sekunden, die ihm gestohlen werden und fühlt wie seine Haare wachsen. Drei Wünsche zu finden, ist doch nichts so schwer, doch da täuscht er sich, denn Viola möchte mehr Zeit zum Überleben und so ist er gezwungen auf der Erde zu verweilen, bis sein Auftrag erledigt ist. Womit er nicht gerechnet hat, ist, dass ihm Menschen ans Herz wachsen könnten ...
Die Handlung ist logisch und amüsant. Leider wird wenig über die Welt der Dschinns preisgegeben, hier hätte man siche rnoch ausbauen können, denn immerhin ist es Dschinns Heimat. Die Geschichte liest sich schnell und man muss die ganze Zeit daran denken, dass er nach den drei Wünschen wieder zurückkehren muss und die Menschen ihn vergessen. Wird Viola ihn ebenfalls vergessen? Die Geschichte ist nicht so richtig auf Spannung aufgebaut, sondern geht alles eher ruhig und gelassen an. Allerdings hätte man meiner Meinung nach, die ganze Geschichte mit Aaron und dem ersten Wunsch kürzen können, denn dieser Teil hat wirklich viel Zeit in Anspruch genommen, die man mit etwas Sinnvollerem hätte füllen können. Zum Beispiel, mehr Szenen mit Viola und Dschinn zusammen. Für seine nicht einmal dreihundert Seiten war das Buch interessant und witzig, ebenso romantisch und zart.

Charaktere:  
Dschinn war mir sofort sympathisch. Ich fand seine mürrische, sarkastische Art super und unterhaltsam. Leider hat er die im Laufe der Geschichte immer mehr verloren. Klar, er wurde dann romantischer und so, aber seinen Sarkasmus hätte er nicht verlieren dürfen! Seine Persönlichkeit war authentisch, er wollte nicht altern, keine Sekunde seines Lebens vergeuden. Einerseits war er der Blumenbote in Caliban, seiner Heimat, andererseits muss er den Menschen wünsche erfüllen, obwohl er sie nervtötend findet. Sterblich sein, das gefällt ihm überhaupt nicht und macht ihm Angst. Denn je länger er auf der Erde verweilen muss, desto kürzer wird sein Leben, bis er irgendwann stirbt. Als er sich aber mit Viola und derem besten Freund und gleichzeitig auch Ex anfreundet, fühlt er sich zwiegespalten. Er sehnt sich nach seiner Heimat und dem perfekten Leben dort, aber auch nach dem Gefühl, jemandem etwas zu bedeuten. Seine Entwicklung war sehr authentisch und nachvollziehbar.
Viola hingegen hat mir nicht so gefallen. Zu Beginn war ich begeistert von ihr, sie konnte hinter die Fassade von ihren Mitschülern blicken. Sie beobachtete sie und überlegte sich, warum sie in jenen Cliquen angenommen oder ausgeschlossen wurden. Dann malte sie darüber. Viola ist gerade einmal sechzehn Jahre alt. Etwas zu jung für meinen Geschmack, aber egal. Denn ich habe Bücher mit ebenso jungen Charakteren, die mir wirklich sehr gut gefallen haben. Doch dann spricht sie ihren ersten Wunsch aus und verändert sich zum Negativen in meinen Augen. Sie wirkt nicht mehr wie sechszehn sondern eher wie vierzehn. Nichts ist mehr von der Viola geworden, die hinter die Fassade von Beliebtheit schaut. Nein, denn durch Dschinns Hilfe ist sie zur Freundin von Aaron, dem Schulschwarm geworden, obwohl der eigentlich eine Beziehung zu Ollie hatte, mit der Viola befreundet war. Doch sofort verlässt er Ollie und ist ab da mit Viola zusammen. Sie verschwendet keinen Gedanken an Ollie, der wegen ihr das Herz gebrochen wurde oder daran, dass sie eine Beziehung zerstört hat. Sie liebt Aaron ja nicht einmal, sondern es gefällt ihr, beliebt und angesehen zu sein. Das mag ja für vierzehnjährige Mädchen das allergrößte sein, aber ich glaube, dass man mit sechszehn schon so weit ist, das man so etwas nicht auf diese Kosten braucht. Vor allem entspricht die derzeitige Version von Viola dem genauen Gegenteil von der anfänglichen, die mir wesentlich besser gefallen hat. Denn nun kommt sie egoistisch, arrogant und eingebildet herüber und glaubt, dass Dschinn und Lawrence ihr es nur nicht gönnen. Dabei wollen sie nur ihr Bestes. In diesem Moment hat sie die beiden überhaupt nicht verdient.
Am Ende wird ihr dann endlich bewusst, was sie durch ihren Wunsch getan hat und bereut es. Da hat sie mir dann wieder besser gefallen.
Wäre sie so gewesen, wie am Anfang, hätte mir die Geschichte eindeutig besser gefallen. Aber was sie Negativ macht, holt Dschinn mit seiner Persönlichkeit wieder ins Positive.

Sprache: 
Das Buch lässt sich flüssig und in einem rutsch lesen. Es ist nicht außergewöhnlich gut geschrieben, eher standartmäßig würde ich sagen. Das andauernde "Yeah" hat mich öfters mal gestört. Aber das hätte die Übersetzerin ändern sollen. Ansonsten hat es sich angenehm lesen lassen.

Mein Fazit:
Eine Geschichte über einen Dschinn, der sich in einen Menschen verliebt, obwohl das strengstens verboten ist. Das Ende war ein bisschen zu kitschig, aber im großen und ganzen, eine schöne Geschichte. Vor allem die Dschinns haben es mir angetan und ich hätte gerne mehr über sie erfahren.

Zur Autorin:
Jackson Pearce wurde 1984 in North Carolina geboren und lebt heute in Atlanta. Sie neigt dazu, alles immer ein bisschen anders zu machen als die anderen - und gehört nicht zuletzt deswegen zu den interessantesten Neuentdeckungen im phantastischen Jugendbuch. Jackson Pearce ist auf Facebook und Twitter aktiv und plaudert auf ihrer Website www.watchmebe.livejournal.com aus ihrem Leben.
(Quelle: PAN Verlag)

Kommentare:

  1. Das Buch steht schon seit längerem auf meiner Wunschliste. Ich müsste es mir endlich mal zulegen ... Schöne Rezension ;)

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  2. Dankeschön :)
    Ich wünsch dir dann viel Spaß beim Lesen.
    LG

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Larissa