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Rezension: Spion meines Herzens von Connie Brockway





















Titel: Spion meines Herzens
Autor: Connie Brockway
Reihe: Spion der Krone (2. Band)
Seiten: 396
Preis: 8,95 €
Verlag: Mira
ISBN: 978-3-89941-861-3

Meine Bewertung:


Klappentext:

Ramsey Munro, wagemutiger Spion der englischen Krone, hat geschworen, Helena Nash vor allen Gefahren mit Leib und Leben zu schützen. Nicht ganz uneigennützig, denn er hat sich leidenschaftlich in die schöne junge Frau verliebt. Obwohl Helena seine Gefühle zu erwidern scheint, entzieht sie sich ihm immer wieder.
Teibt sie bloß ein Spiel mit ihm? Da überrascht er Helena eines Nachts auf dem berüchtigten Lovers Walk - in Männerkleidung!
Und nur sein Kuss kann sie aus einer äußerst peinlichen Situation retten. Doch Helena verblüfft ihn mit der Behauptung, ihn nicht zu kennen ...

Meine Meinung:
"Spion meines Herzens" ist der zweite Band einer historischen Reihe von Connie Brockway. Leider ist das auch der erste Teil den ich gelesen habe. Es geht um vier Spione der englischen Krone, die in Frankreich verraten und gefoltert wurden. Im zweiten Band geht es um Ramsey Munro, ein uneheliches Kind adligen Eltern. Doch deren Hochzeit nie anerkannt wurde. Als seine Eltern starben, wurde er in ein Arbeitshaus gesteckt und das mit neun Jahren. Ihm wurde die ganze Zeit über vorgehalten, dass er ein Bastard sei und keinen Wert besitzt. Eines Tages wird er von einem Abt aus dem Arbeitshaus geholt um in einem schottischen Kloster aufzuwachsen. Dort lernt er drei andere Jungen kennen und freundet sich mit ihnen an. Diese vier Kinder bekamen von nun an ständig Fechtunterricht und wurden zu Spionen ausgebildet um Napoleon auszuspionieren. Doch in Frankreich verrät einer der Ihren die Gruppe und sie werden festgenommen, in ein Gefängnis gesteckt und gefoltert. Jeder von ihnen bekam eine Brandmarkung im Form einer Rose verpasst.
Ein britischer Offizier names Colonel Nash, tauschte sein Leben gegen das der Gefolterten ein und so wurden sie befreit. Aus Dankbarkeit für diese Tat, schworen die Männer der Familie des Colonels ihre Treue und ihren Schutz.
Die Tochter des Colonels, Helena Nash, arbeitet als Gesellschafterin bei Lady Tilpot. Deren Nichte Flora ist heimlich in einen verheirateten Mann verliebt und will ein Leben mit ihm führen. Da aber noch keiner von dieser verbotenen Verbindung wissen darf, muss Helena als Brieftaube arbeiten. Deshalb begibt sie sich eines Nachts, als Junge verkleidet, in die Vauxhall Gardens zum berüchtigten Lovers Walk um Oswald, den Geliebten Floras, zu treffen und ihm einen Brief von Flora zu überreichen. Doch dort wird sie von einer Gruppe junger Männer belästigt, doch Ramsey rettet sie aus der Situation mithilfe eines Kusses. Helena kennt ihren Retter, doch sie will nicht, dass er erfährt wer sie ist. Denn jeder kennt sie als ruhig und ohne Gefühlsregungen, doch jetzt spürt sie plötzlich eine Sehnsucht nach Ramsey, die ihr Angst einjagt.
In ihrer Verkleidung hingegen kann sie sein wie sie möchte und muss sich nicht verstellen. Helena hasst es dem gesellschaftlichen Bild der Frau entsprechen zu müssen: nicht selbst denken, Männer als ihre Vormünder, brav sitzen und gut aussehen, nicht widersprechen, keine eigene Meinung haben ... Sie will von einem Mann als Gleichgestellte gesehen werden und nicht als Eigentum.
Doch sie hat einen heimlichen Stalker, der genau das in ihr sieht, sein Eigentum. Er lauert ihr überall auf, verfolgt sie und bedroht sie, denn keiner außer ihm, darf sie anfassen. Er glaubt, dass Helena ihn verführen will und sieht überall angebliche Zeichen ihrer Zuneigung für ihn ...
Um sich gegen ihn wehren zu können, beschließt sie bei Ramsey, ein sehr guter Fechter, Unterricht zu nehmen. Doch sie weiß nicht, dass er schon lange in sie verliebt ist. Bis sie sich selbst in ihn verliebt. Doch das kann der Stalker nicht dulden!
Es gibt innerhalb der Geschichte immer wieder Einschübe aus Ramseys Vergangenheit, die zeigen, wie er zu dem Mensch geworden ist, der er jetzt ist.
Leider habe ich erst im Nachhinein erfahren, dass ich zuerst den zweiten Band gelesen habe, was blöd ist, denn das Paar, um das es im ersten Band geht, auch einen Platz im zweiten hat. Aber ansonsten ist es nicht so schlimm, denn es sind jedes Mal eigene Geschichten, die äußere Handlung ist zwar fortlaufend, nimmt aber keinen so großen Raum ein. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet, die kühle Helena, die für ihre Freundin Flora alles tut, der misstrauische Fechtmeister und Spion Ramsey, der gefoltert wurde. Auch die Nebenfiguren sind ausgearbeitet und wirken authentisch.
Es gibt am Anfang jedes Kapitels ein Wort aus der Fechtkunst das erklärt wird, z.B.:Fechtgruß: zeremonielle Begrüßung des Gegners. Das bringt einen noch näher an die Materie des Fechtens, die in der Handlung eine große Rolle spielt.
Das Buch insgesamt war zwar unterhaltsam und gut geschrieben, aber es hat mich nicht vollkommen überzeugt. Es ist einfach ein Buch für Zwischendurch, bei dem man schon am Anfang das Ende kennt, aber das haben viele andere Bücher auch. Es gibt ein paar Überraschungen im Laufe der Handlungen, die zur Spannung beitragen.

Mein Fazit:
Lesenswert, aber kein Pageturner. Gute Charaktere und gut durchdachte Handlung, aber nichts herausragendes.

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Larissa