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Rezension: Die Messertänzerin von Susanne Rauchhaus


















Titel: Die Messertänzerin
Autor: Susanne Rauchhaus
Reihe: -
Seiten: 367
Preis: 14,95 €
Verlag: Ueberreuter
ISBN: 978-3-8000-5603-3

Meine Bewertung:

Klappentext:
Divya wird als Kind verkauft und wächst als Dienerin an einer Mädchenschule in der Stadt Pandrea, mitten im Wilden Land, auf. Eine rätselhafte Prophezeihung lässt sie aber daran glauben, dass sie nicht immer zur untersten Kaste gehören wird - wenn sie bereit ist zu lernen und zu kämpfen.
Eines Tages tritt der düstere Wächter Tajan in ihr Leben und sie ergreift ihre Chance. Heimlich lernt sie zu kämpfen wie ein Mann - und zu tanzen wie eine Frau. Als sie einen Mordauftrag bekommt, muss sie eine Entscheidung treffen. Und damit macht sie sich den Mann, den sie liebt, zu ihrem erbittersten Feind.

Der erste Satz:
Jolissa umklammerte den Sorgenstein unter dem Stoff ihrer Vesséla.

Meine Meinung:

Buchgestaltung: 
Das Buch ist gebunden und in dunklen Farben gestaltet. Auf dem Cover ist das verdeckte Gesicht eines Mädchens abgebildet, darunter eine Klinge. Es wirkt geheimnisvoll und passt zum Titel.

Handlung: 
Divya wurde mit vier Jahren an eine Mädchenschule als Dienerin verkauft. Sie liebt es, den angehenden Tanas beim Lernen und Tanzen zuzusehen. Heimlich ahmt sie die Mädchen nach.
Als eines Nachts in die Schule eingebrochen wird, wird der Ort von nun an von Wächtern beschützt. Der Befehlshaber der Wächter, ein Sujim names Tajan, beherrscht die Kunst des Messerwerfens. Divya ist so fasziniert von ihm, dass sie bei ihm Unterricht nimmt.
Sie wird immer besser, bis sie eines Tages aus der Schule geschmissen wird und einen Mordauftrag bekommt, der ihr eine bessere Zukunft verspricht. Doch als sie den Auftrag annimmt, muss sie sich gegen Trajan wenden, denn er steht immer noch auf der Seite des Fürsten. Sie findet Unterstützung von den Rebellen.
Divya wird berühmt und berüchtigt in Pandrea, als "Messertänzerin", die sich von niemandem etwas sagen lässt und sich gegen den Fürsten wendet.
Die Geschichte ist spannend und interessant. Es ist ein indisches System mit Kasten, dass das Leben der Menschen in Pandrea regelt. Aber es gibt auch Fantasyanteile. Die Handlung ist ein Abenteuer mit einer Liebesgeschichte. Es geht um das Schicksal, das man selbst in die Hand nehmen muss. Man kann sich über alle Grenzen hinwegsetzen, wenn man den Willen dazu hat. Man kann der sein, der man sein will.

Charaktere
Divya ist ein sehr mutiges, selbstbewusstes junges Mädchen, das sich im Laufe der Geschichte in eine junge Frau verwandelt. Sie ist dem Leser sofort sympatisch und man fühlt mit ihr, bei Enttäuschungen aber auch bei glücklichen Ereignissen. Auch Tajan ist interessanter Charakter, mit Ecken und Kanten, der mir ebenfalls sehr gefallen hat. Ich fande seine Entwicklung vom treuen Wächter des Fürsten zu einem eigenständig bestimmenden Mann sehr authentisch, sowie auch seine Liebe zu Divya. Er musste sich zwischen seiner Pflicht und seinem Gewissen entscheiden, zwischen seiner Ehre und der Liebe seines Lebens. Denn ein Sujim darf nur eine einzige Frau in seinem Leben haben ...

Sprache: 
Susanne Rauchhaus hat einen sprachlich sehr schönen Roman geschrieben. Er lässt sich leicht lesen, ist aber trotzdem voller Poesie. Susanne Rauchhaus schreibt sehr sanft und gefühlsvoll, was zur Protagonistin passt, denn der Roman wird aus ihrer Sicht erzählt, aber nicht in der Ich-Perspektive. Ein schöner Roman, der sprachlich sowie inhaltlich überzeugt!

Mein Fazit:
Susanne Rauchhaus hat einen wunderbaren Roman über Liebe, Schicksal, die eigene Selbstverwirklichung und über Träume geschrieben. Sprachlich sehr schön geschrieben, erlebt man ein spannendes Abenteuer mit Divya und Tajan, bei dem natürlich auch die Liebe und das Vertrauen nicht fehlen dürfen. Sehr zu empfehlen!

Über die Autorin:
Susanne Rauchhaus wurde 1967 in Gladbeck geboren, arbeitete in einer Hamburger Werbeagentur und in der Redaktion einer Fachzeitschrift. Heute lebt sie in der Nähe von Stuttgart. Sie schreibt Jugendbücher, Kurzgeschichten und Glossen für verschiedene Zeitschriften.
(Quelle: Ueberreuter)

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Larissa