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Rezension: Forever von Maggie Stiefvater



















Titel: Forever
Autor: Maggie Stiefvater
Reihe: Wolves of Mercy Falls (3. Band)
Seiten: 496
Preis: 7,30 €
Verlag: Scholastic
ISBN: 978-1-407121-11-6
Originaltitel: Forever
Sprache: Englisch

Meine Bewertung:

Klappentext:
"Grace", I whispered. "This isn´t how it ends."
Sam has always loved Grace. As a wolf, he watched her from afar. As a boy, he held her in his arms. Now facing the possibility of a life without her, he will do anything to keep her safe. Even if it means facing his demons. Even if it risks everything he has.
Anything, as long as their love can survive ...

Erster Satz:
I can be so, so quiet.

Meine Meinung:

Buchgestaltung
Es kommt sehr selten vor, dass mir die englische Ausgabe besser gefällt als die Deutsche, aber bei dieser Reihe ist es so. Das Cover (und zwar das britische! nicht das amerikanische) ist wunderschön gestaltet, es glänzt silbrig und sobald Licht darauf fällt sieht man die schimmernden Regentropfen darauf. Eine wirklich tolle Gestaltung, die meiner Meinung nach besser zur Geschichte passt, als die deutsche Aufmachung. Ein Buch, das man nicht gerne in ein Regal stellt, sondern es lieber offen präsentieren möchte.

Handlung: 
"Forever" ist der dritte und finale Teil der "Wolves of Mercy Falls" Triologie. Ich werde hier nicht detailliert auf die Handlung eingehen, denn viele haben diesen und den vorherigen Band noch nicht gelesen und ich möchte deshalb nichts verraten. Es geht wieder um Sam und Grace, ebenfalls um Isabel und Cole, die man schon aus dem zweiten Band kennt. Man taucht noch tiefer in diese Welt voller Wölfe ein und will nicht mehr auftauchen. Die Geschichte wird wesentlich emotionaler, mitreißender, spannender, und einfach nur wunderschön.
Das Buch ist wirklich eine emotionale Achterbahn, was einerseits an der Handlung liegt und andererseits an den wundervollen Charakteren. Ich habe gelacht und ich habe auch geweint. Vor allem am Ende, aber dazu später mehr. Man bangt mit, dass es Cole endlich gelingt ein Heilmittel zu finden. Man wartet zusammen mir Sam auf Grace, die der Winter von ihm weg gezerrt hat. Man läuft Seite an Seite mit Grace durch Boundary Wood und spürt die Magie dort. Aber auch die Gewalt und Wut. Shelby hat ihren Auftritt, sogar mehrmals und wendet das Geschehen, ob positiv oder negativ, müsst ihr selbst lesen. Die Dramatik steigert sich unaufhörlich, alle Handlungslinien laufen spitz aufeinander zu und keiner kann etwas dagegen tun. Bis es zum finalen Showdown kommt. Er fordert seine Opfer und nicht alle werden es in die Sicherheit des Waldes schaffen. Dann kamm abrupt das Ende. Und ich muss sagen, es gefällt mir nicht so richtig. Ich hätte wesentlich mehr erwartet, dafür, dass es das Ende einer Triologie ist. Es bleiben viele Fragen offen und der Leser bleibt ahnungslos zurück. Wenn noch ein vierter Band folgen würde, wäre es in Ordnung, aber so kann man es doch nicht stehen lassen! Es bleiben nicht nur kleine Fragen offen, sondern essentielle und das hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich liebe diese Serie und hätte wirklich besseres von Maggie Stiefvater erwartet, denn es wirkt eher, als ob sie beschlossen hätte so schnell wie möglich fertig zu werden als dass es ein gutes und richtiges Ende ist. Schade! Hier hätte man wesentlich mehr rausholen können.

Charaktere: 
Ich muss sagen, Sam, Grace, Isabel und Cole sind meine absoluten Lieblingscharaktere, weil sie sehr authentisch und lebendig sind. Ich habe solche Charaktere selten erlebt, da die Autorin ihre Persönlichkeit super eingefangen hat und diese in kleinen Taten, Sätzen, etc. einfließen lässt. Alle werden im Laufe des Bandes erwachsener, stellen sich ihren Dämonen (besonders Sam). Hier hätte ich mir aber mehr Infos über cole gewünscht, da er ein wenig hinterherbleibt. Man weiß nicht wirklich viel Neues über ihn und seine Vergangenheit, was sehr schade ist, denn er ist nach Sam mein absoluter Favorit gewesen. Auch die Beziehung zu Isabel kam meiner Meinung nach zu kurz.
Sam und Grace haben mir wiederrum sehr gut gefallen, ihre Handlungen passten zu ihren Persönlichkeiten. Sie sind ein glaubwürdiges, schönes Paar, das auch ohne Kitsch auskommen kann. Das ist ein weiterer Pluspunkt dieser Reihe, denn die Liebe wirkt für mich viel glaubwürdiger als bei so manchen anderen Paaren in der Jugendbuchabteilung.

Sprache: 
Wie immer eine Höchstleistung von Maggie Stiefvater, die die Sprache an den jeweiligen Erzähler perfekt anpasst. Das Buch lässt ich leicht und schnell lesen. Obwohl mir aufgefallen ist, dass ich für alle drei Bücher im Schnitt länger gebraucht habe als bei vergleichbaren Büchern! Aber dies ist kein Kritikpunkt, denn ich habe es sehr genossen in die Welt der Wölfe von Mercy Falls eintauchen zu dürfen und an ihrem Leben teilhaben zu können. Man genießt das Buch eher, würde ich sagen, als dass man es innerhalb eines Tages durchliest. Passend ausgewählt wurden wie immer die vielen Gedichte die die Stimmung oder Gefühle des Buches perfekt unterstreichen und hervorheben. Was mir, als Deutsche, sehr gefallen hat, waren die deutschen Wörter und Gedichte, die die Autorin immer mal wieder eingetreut hat. Hier mal ein schönes und witziges Beispiel:
"You're a mensch", he (Cole) said.
"I have no idea what that means", I (Isabel) replied.
"Me neither. Sam said it the other day. I liked the sound of it."
Da musste ich wirklich lachen, als ich das gelesen habe :).

Mein Fazit:
Ein schöner dritter Teil der Triologie, aus dem man aber noch mehr machen hätte können. Das Ende ist mir zu offen und viele Fragen bleiben ungeklärt. Leider. Trotzdem ist die Reihe meine absolute Lieblingsreihe und es tut mir im Herzen weh, diesem Band nur vier Punkte geben zu müssen. Aber es hat einfach noch etwas gefehlt.

Zur Autorin:
Maggie Stiefvater, geboren 1981, hatte glücklicherweise immer Schwierigkeiten, ihren Hang zu Tagträumereien und Selbstgesprächen mit ihren Jobs zu vereinbaren. Anstatt also als Kellnerin, Kalligraphielehrerin oder technische Redakteurin zu arbeiten, versuchte sie es mit der Kunst.
Heute lebt sie als erfolgreiche Musikerin, Malerin und Autorin in Virginia, ist verheiratet, hütet zwei kleine Kinder sowie zwei neurotische Hunde und hofiert eine verrückte Katze.
(Quelle: Script5)

1 Kommentar:

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Larissa