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Rezension: Jolande von Patricia Schröder



















Titel: Jolande - Der Sommer meines Lebens
Autor: Patricia Schröder
Reihe: - 
Seiten: 265
Preis: 12,95 €
Verlag: Coppenrath
ISBN: 978-3-8157-5527-3

Meine Bewertung:

Klappentext:
Sieben Briefe, sieben Aufgaben, Absender unbekannt!
"Für Jolande" ist das Einzige, was auf dem ersten Umschlag steht. Doch Jo kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, dass dieser mysteriöse Brief tatsächlich an sie gerichtet ist. Am Ende siegt ihre Neugier und sie lässt sich auf das ungewöhnliche Spiel ein - ein Spiel, das sie nicht nur ans Meer, sondern in das Abenteuer ihres Lebens führt ... bis ihr klar wird, dass hinter Handball und Schule die ganze Welt auf sie wartet.
Aber ist Jo wirklich bereit, sich jeder Herausforderung zu stellen? Und was hat Mika, ihr großer Schwarm, mit der ganzen Sache zu tun?

Erster Satz:
"Hey, was ist los mit dir?"

Meine Meinung:

Buchgestaltung: 
Das Buch ist in mädchenhaften Farben gestaltet, aber es wirkt nicht kitschig. Es ist nicht unbedingt nur für Mädchen, auch Jungs können sich bestimmt mit dem Inhalt identifizieren, vor allem da es nicht primär um eine Liebesbeziehung geht. Das Titelbild zeigt ein Mädchen, das am Strand entlang geht. Liebend gerne wäre ich jetzt auch beim Meer gewesen, wenn ich mir das Buch anschaue. Der Titel "Jolande" ist hervorgehoben, mit einer Art Glitzersandschrift. Sieht sehr schön aus. Klappt man das Buch auf, streckt sich eine rosafarbene Doppelseite dem Leser entgegen. Das Buch sieht auch im Regal schön und interessant aus. Es sieht dicker aus, als es ist, denn das Buch hat nur 265 Seiten, ist aber fülliger als so manches Buch in der Sparte. Außerdem gibt es ein pinkfarbenes Lesebändchen, was das Lesen natürlich viel bequemer macht.

Handlung: 
Johanna ist ein durchschnittliches Mädchen, das sich selbst eher negativ sieht und sich auch nicht vorstellen kann, dass sich ein Junge für sie interessiert. Sie ist heimlich in Mika, der Neue, verliebt, aber ihre Freundin Anouk ist das ebenfalls und versucht ihn zu erobern. Johanna konzentriert sich lieber auf Handball und die Schule. Als dann plötzlich ein Brief auftaucht, lediglich ein "Für Jolande" darauf, glaubt sie an ein Missverständnis, obwohl ihr zweiter Vorname Jolande ist. Es bleibt nicht nur bei diesem einen Brief, sondern insgesamt gibt es sieben Stück. In jedem einzelnen bekommt Johanna eine Aufgabe, die sie erfüllen soll. Sie kann aber jederzeit abbrechen, macht dies aber nicht. Der erste Brief führt sie an die Ostsee, wo sie plötzlich auf Mika trifft. Hat er etwas damit zutun?
Das Buch ist eigentlich eher ruhiger, die Spannung beginnt erst mit den Briefen. Doch das ist kein negativer Punkt, denn die Geschichte muss langsam beginnen und dann immer spannender werden. Denn so geht es auch Johanna. Aus der grauen Maus wird nun eine eigene Person, die sich selbst mag. Es geht darum, dass man sich traut, aus der Schublade in die man gesteckt wird, auszubrechen und so zu sein, wie man selbst will.
Das Buch enthält viele tolle Botschaften an den Leser, die sich zwischen den Zeilen abspielen ohne sich aufzudrängen. "Jolande" ist ein wunderbares Werk über das Leben, die Liebe, Selbstvertrauen, das Erwachsenwerden und das Findes der eigenen Persönlichkeit, indem man sich nicht von anderen beeinflussen lässt. Man lebt meistens nur in seiner eigenen kleinen Welt, bestehend aus Familie, Freunde, Hobbies und Beruf. Aber außerhalb dieser Welt erwartet einen noch viel mehr, man muss sich nur trauen über seinen eigenen Tellerrand zu schauen.
Das einzige Negative, das mir aufgefallen ist, waren einzelne Dialoge oder Szenen, die einfach überflüssig waren und die die Handlung nicht vorantreiben. Wird das nicht getan, haben diese Dialoge nichts in dem Buch zu suchen. Aber es waren wirklich nur kleinere Abschnitte. Nichts tragisches.

Charaktere: 
Johanna war wirklich eine sehr liebenswerte Person, ich konnte mich auf Anhieb mit ihr identifizieren. Ihre persönliche Entwicklung ist interessant zum Mitverfolgen, man lernt mit ihr eine neue Welt aber auch sich selbst kennen. Das war wirklich sehr schön! Das Buch ist eines dieser Charakterbücher, bei denen das Zentrum nicht auf der Handlung sondern auf den Personen liegt. Auch Mika, war sehr authentisch. Er hat mir ebenfalls sehr gefallen, denn ich finde, er entspricht eher dem realen Leben als so manch anderer Jugendbuchprotagonist, der natürlich alles kann, ein mega Selbstbewusstsein hat und nicht auf den Mund gefallen ist. Die Liebesgeschichte die langsam wie eine Blume wächst, ist wunderschön.

Sprache: 
Frau Schröder hat einen sehr angenehmen, lockeren Schreibstil. Er ist an die Zeilgruppe angepasst, aber nicht ausufernd. Es gab keine Stelle, an der man im Lesefluss stockte, obwohl ich mir immer noch überlege, wie ein "knorriges" Lächeln aussehen mag ;).

Mein Fazit:
Ein schöner, aufmunternder Roman über ein Mädchen, das aus ihrer normalen Rolle heraustritt und die Welt dahinter kennenlernt. Liebe Charaktere, die sehr heraustechen. Nicht nur für Jugendliche geeignet, auch Erwachsene können sich zusammen mit Jolande auf die Reise machen.
Absolute Lesempfehlung!

Zur Autorin:
Patricia Schröder, 1960 geboren, lebt mit ihrem Mann, zwei Kindern und einer Handvoll Tieren auf Eiderstedt, wo sie als freie Autorin arbeitet. Sie begann mit Rundfunk-Essays, später kamen Texte für Anthologien dazu. Inzwischen sind von ihr zahlreiche Kinder- und Jugendromane veröffentlicht und in andere Sprachen übersetzt worden. Ihre Adresse im Internet:
www.patricia-schroeder.de

Kommentare:

  1. Huhu,

    schau mal hier:
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    LG Sylvia

    P.S.: Ich habe gerade gesehen, dass du den Award bereits hast...
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  2. Hey liebe Sylvia :)

    trotzdem danke ich dir für den Award. werde dich eifnach dazu eintragen ;).

    Liebe rüße
    Larissa

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Danke, dass Du ein Kommentar hinterlassen möchtest! :) Ich freu mich sehr darüber und wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag.
Alles Liebe,
Larissa