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Rezension: City of Bones von Cassandra Clare














Titel: City of Bones
Autor: Cassandra Clare:
Reihe: Chroniken der Unterwelt (1. Band)
Seiten: 502
Preis: HC 17,95 € oder TB 13,95 €
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-06132-0
Originaltitel: City of Bones

Meine Bewertung:


Klappentext:
Willkommen in New York City - der coolsten Stadt der Welt - der Stadt, die niemals schläft. Denn hier sind die Kreaturen der Nacht untewegs: Feen und Vampire, Engel und Dämonnen. 
Und sie sind auf der Jagd ...

Es sollte ein ganz normaler Abend in New York City werden. Doch dann wird die fünfzehnjährige Clary im Pandemonium-Club Zeugin eines Mordes. Drei Teenager, über und über mit Tattoos bedeckt, verschwinden durch den Hintereingang. Und zurück bleibt - nichts. Die Leiche hat sich einfach in Luft aufgelöst. Clary ahnt noch nicht, dass sie das erste Mal mit Schattenjägern zusammengetroffen ist, die sich dem Kampf gegen die Dämonen der Stadt verschrieben haben. Aber nicht einmal vierundzwanzig Stunden später sieht es so aus, als ob ausgerechnet Clary eine besondere Rolle in dem gefährlichen Spiel der Unterwelten einnimmt. 
Kann Clary den Schattenjägern und allen voran dem gut aussehenden Jace wirklich trauen?


Gut aussehend, düster und sexy. Das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos. So fühlt sich Clary, als sie in Jaces Welt hineingezogen wird. Was Clary nicht ahnt: Jace ist ein Dämonenjäger. Und als Clary mitten in New York City von den Kreaturen der Unterwelt angegriffen wird, muss sie schleunigst ein paar Antworten auf ihre Fragen finden. Denn sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!

Meine Meinung:

Buchgestaltung: 
Die deutsche Ausgabe sieht ganz gut aus. Es ist grünlich gestaltet und sieht aus wie ein antikes Portal. In der Mitte gibt es einen golden umrandeten Kreis in dem man New York City sieht. Viele finden ja das englische Cover schöner, aber ich finde das deutsche auch nicht schlecht. Im Innern es ein Inhaltsverzeichnis und eine Karte, auf der alle Handlungsorte eingezeichnet sind. Das liebe ich in Büchern, denn so kann man alles schön mitverfolgen.

Handlung: 
Ich finde überhaupt nicht, dass die Geschichte an Harry Potter erinnert, die beiden Reihen sind doch total unterschiedlich! Hier geht es um sogenannte Schattenjäger, von Engel abstammende Jäger, die gegen die Dämonen kämpfen. Auch Vampire und Werwölfe finden in der Geschichte Platz, doch sie stehen im Hintergrund, was sehr angenehm ist, nach dem ganzen Hype um diese Kreaturen. Die Schattenjäger aus diesem Buch sind interessant und auf ihre eigene Art und Weise neuartig. Bisher ist mir kein ähnliches Buch untergekommen ...
Die Geschichte teilt sich auf bisher vier Büchern auf, wobei nur die ersten drei aus der Sicht von Clary geschrieben wurden, der vierte Teil handelt von Simon, ihrem besten Freund. Cassandra Clare hat mit "City of Bones" eine super interessante, witzige, liebevolle neue Reihe geschaffen, die man unbedingt gelesen haben sollte. Es geht um Clary, ein junges normales Mädchen, die bei einem Diskobesuch einen Mord sieht. Drei Jugendliche, bedeckt mit Runen und in den Händen schwertähnliche Klingen, erstechen einen Jungen, der sich als Leiche in Asche verwandelt. Clary muss erfahren, dass sie das zweite Gesicht hat, mit der sie die magischen, übersinnlichen Sachen auf der Welt sehen kann, die den normalen Menschen verborgen ist. Zudem lernt sie die Schattenjäger kennen, zu denen die drei Jugendlichen gehören. Als dann auch noch ihre Mutter von Dämonen angegriffen und entführt wird, spitzen sich die Ereignisse zu und immer mehr Fakten kommen ans Licht, die vielleicht doch besser verborgen geblieben wären ...
Die Handlung ist sehr spannend, sie fesselt den Leser an jede einzelne Seite. Trotzdem ist es meiner Meinung nach kein Buch, dass man an einem Tag lesen kann. Es ist so unglaublich umfangreich, nicht nur an der Seitenzahl gemessen, sondern auch vom Inhalt und Informationen über diese andere Seite unserer Welt. Wenn man die Geschichte aufmerksam liest, findet man auch immer wieder kleine Hinweise auf den Verlauf der Handlung.

Charaktere: 
Clary ist mir sehr sympathisch gewesen, obwohl mir gleich schon auf den ersten Seiten klar war, dass Simon in sie verliebt ist... Clary ist selbstbewusst, steht zu denen, die sie liebt und ist hilfsbereit. Sie ist schlagfertig und lässt sich nicht unterkriegen. Mein absoluter Liebling war aber Jace. Ich lieeeeeebe seinen Humor und seine Schlagfertigkeit! Die meisten seiner Kommentare haben mich einfach nur zum Lachen gebracht, er hat es wirklich drauf. Sein Charakter ist von der Autorin liebevoll gezeichnet worden, er hat seine Ecken und Kanten, ist lieb aber auch ein bisschen verrückt. Zum Niederknien ;).
Seine Persönlichkeit entwickelt sich ebenso wie Clarys im Laufe des Buches weiter, beide werden reifer und erwachsener. Sie müssen auch so einiges einstecken und verlieben sich trotzdem ineinander. Sehr schön und abwechslungsreich fand ich, dass sie sich nicht angeschmachtet haben, sondern dass ihre Beziehung vor allem auf einer tiefen Freundschaft basiert. Danach kommt erst ihre Liebe, die sie zueinander entdecken. Ich hoffe ja inbrünstig, dass die Ereignisse am Ende des Buches für die beiden bloß von der Autorin beabsichtigte Missverständnisse sind...! Wer es gelesen hat weiß was ich meine.
Ansonsten fand ich auch alle anderen Charaktere sehr ausgereift, interessant und vielschichtig. Keiner war so, wie er auf den ersten Blick wirkte. Es gab auch keine wirklichen Guten und Bösen, sondern die Grenzen waren stark verschwommen. Auch die Bösewichte hatten Gründe für manche ihrer Taten, die der Leser nachvollziehen kann, natürlich gibt es schon Personen in dem Buch, die einem absolut nicht sympatisch sind, aber sie wirken nicht platt, sondern haben auch eine eigenen Geschichte die sie zu dem gemacht hat, was sie nun waren.

Sprache: 
Der Schreibstil von Cassandra Clare ist einfach göttlich! Seit langem habe ich mich beim Lesen nicht mehr so amüsiert. Sie verleiht jedem Charakter eine eigene Ausdrucksweise und somit auch mehr Leben. Es ist ungemein herrlich witzig, sarkastisch und spannend. Ein sehr, sehr gelungenes Buch.

Mein Fazit:
Ein grandioser Start für eine interessante Reihe, die sehr viel verspricht. Sehr gut ausgearbeitete Charaktere, die man noch lange im Kopf haben wird und deren Entwicklung man gerne verfolgt. Witzig, gefühlsvoll und spannend! Wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, verpasst etwas! Und mit Harry Potter hat es meiner Meinung nach sehr wenig zu tun, ich finde es viel besser.

"Was verstehen Sie schon davon?", fragte er (Jace). "Von Liebe, meine ich."
Sanft faltete Madame Dorothea ihre weichen blassen Hände im Schoß. "Mehr, als du ahnst", erwiderte sie. "Ich habe dir doch deine Teeblätter gelesen, Schattenjäger. Hast du dich schon in die falsche Person verliebt?"
"Unglücklicherweise, Hüterin der Zuflucht", sagte Jace, "gilt meine einzige und wahre Liebe nur mir selbst."
Madame Dorothea brüllte vor Lachen. "Dann musst du dir zumindest keine Sorgen machen, zurückgewiesen zu werden, Jace Wayland."
"Nicht unbedingt. Ab und zu gebe ich mir selbst einen Korb, um das Ganze interessanter zu machen." (S. 357 f.)

Zur Autorin:
Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Da ihre Familie ständig umzog, wurden Bücher ihre besten Freunde. Sie lebt mit ihrem Freund und ihren zwei Katzen in Brooklyn, New York.
City of Bones ist ihr Debüt.
(Quelle: Arena Verlag)

1 Kommentar:

  1. Hey du,
    finde deine Blog echt Klasse, würde mich über einen Gegenbesuch freuen :D
    LG
    Ally
    http://www.allys-wildebuecherwelt.blogspot.de/

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Alles Liebe,
Larissa