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Rezension: Engelsauge- Die Jagd beginnt von Sunny R. Loan


















Titel: Die Jagd beginnt
Autor: Sunny R. Loan
Reihe: Engelsauge (1. Band)
Seiten: 241
Preis: 15,90 €
Verlag: Asaro Verlag
ISBN: 978-3-941930-49-0
Originaltitel: -

Meine Bewertung:

Klappentext:
Nach dem Tod ihrer Adoptiveltern reist Enya nach England, um in Vanicy bei ihrem Onkel zu leben und mehr über ihre Eltern zu erfahren. Hier hofft sie, endlich eine Familie zu finden und ein neues Leben beginnen zu können, doch sie ahnt nicht, dass mehr als nur ein Neuanfang auf sie wartet.
Als sie Jadon Cartwright kennenlernt und sich in ihn verliebt, findet sie sich plötzlich mitten im Kampf zwischen den mächtigsten Wesen auf Erden wider: Engel, Vampirengel und eine blutrünstige Vampirfamilie, die einander seit Jahrhunderten bekämpfen. Doch die eigentliche Gefahr droht von etwas noch viel Gefährlicherem, als sie alle ahnen.
Die Lage spitzt sich zu und mit aller Macht müssen nun Engel und Vampirengel zusammenarbeiten, um Enya zu beschützen. Zur selben Zeit tritt William Strightler, ein attraktiver Mann mit geheimnisvollem Wesen, in Enyas Leben. Was bezweckt der Fremde, der nicht mehr von ihrer Seite weichen will?

Erster Satz:
Natürlich war ich traurig gewesen, als ich vom Unfalltod meiner Adoptiveltern hörte.

Meine Meinung:

Buchgestaltung:  
Das Cover passt zur Geschichte und bringt Neugierde beim Leser zum Vorschein. Was hat es mit dem Engelsflügel, dem Schwert und dem Blut auf sich? Man möchte unbedingt die Geschichte kennenlernen. Die Farben sind eher düster was auch zur Stimmung des Buches sehr gut passt. Wie man hier sehr gut sehen kann, bedarf es nicht viele Farben und Motive um Spannung und Neugierde zu erschaffen!

Handlung: 
Die Geschichte beginnt sehr zäh! Ich dachte auf den ersten hundert Seiten: Hallo?! Ich wollte doch kein Twilight lesen! Der Teil des Buches hat getrieft vor Gemeinsamkeiten, dass es mich ziemlich genervt hat. Ich war manchmal wirklich am überlegen, das Buch abzubrechen. Ich zähle euch mal ein paar Gemeinsamkeiten auf: die Familie Cartwright erinnert seeeehr stark an die Cullens (alle adoptiert, der Vater ist Arzt), Enyas Onkel ist Polizist in der Kleinstadt mit dem schlechten Wetter, sie bekommt einen alten roten Pick up geschenkt, Jadon ist der unerreichbare Schwarm der Schule, der sich für keines der Mädchen interessieren zu scheint... Schrecklich! Es war teilweise so, als hätte man lediglich die Namen ausgetauscht. Manche Sätze waren sogar haargleich: "Sag mal, trägst du eigentlich kontaktlinsen? Gestern Abend sahen deine Augen ganz anders aus." (S. 31). Es war eine Mischung aus Twilight und machnmal auch Vampire Diaries. Ich habe ja nichts dagegen, sich mal ein paar Anregungen von anderen Büchern zu holen, aber nicht die Geschichte wiederholen! Die Autorin hätte es sehr gut auch alleine geschafft, sich einen besseren Anfang auszudenken, davon bin ich fest überzeugt. Denn der Rest des Buches, als dann kaum noch Parallelen zu Twilight kamen, war keinesfalls einfallslos und schlecht. Ab ca. S. 80 steigt dann auch die Spannung und die Geschicht beginnt sich zu entwickeln und das, in eine völlig andere Richtung als Twilight.
Meiner Meinung kommt die Beziehung zwischen Jadon und Enya zu kurz, es gibt fast keine Kennenlernphase, sondern sie sind auf der Stelle ein eingespieltes Team und natürlich die Liebes ihres Lebens. Insgesamt fehlt dem Roman etwas die Emotionalität. Es kam mir machnmal so vor, als wäre der unsichtbare Erzähler (obwohl es meist aus der Ich-Perspektive geschrieben war) zu stark involviert. Ich hatte ständig das Gefühl, er schwebt wie eine drohende Wolke über der Geschichte. Man konnte sich nicht so richtig mit den Charakteren identifizieren. Schade, denn die Geschichte hat auf jeden Fall Potenzial dazu gehabt! Das mit den Gefühlen wird zwar auch im Laufe des Buches besser, aber es fehlte trotzdem noch die Nähe.
Gegen Ende des Buches wird es sehr spannend, doch der Schluss kommt mir etwas zu schnell. Hier passiert sehr viel, dem ganzen wird aber nur wenige Seiten zur Verfügung gestellt. Hier hätte man mehr ausbauen sollen! Ich muss zugeben, dass ich sehr verwirrt war vom Ende. War's das oder gibt es einen Folgeband? Wenn ja, dann erklärt es sich. Aber die letzten Absätze habe ich mehrmals durchgelesen und einfach nicht kapiert, was sie aussagen... Es war der Absatz über William.

Charaktere: 
Enya ist eine selbstbewusste junge Frau, die sich in Jadon verliebt. Was mir sehr gut gefallen hat, war, dass sie nicht plötzlich ihre Freunde vernachlässigt hat, als sie mit Jadon zusammen war. Sie hat trotzdem ihre eigenen Sachen gemacht und sich nicht nur an Jadon festgeklammert, in der Hoffnung auf ein Happy End. Sie war mir sympathisch. Was mir allerdings ein wenig gefehlt hat, war auch hier die Emotionalität. Ich meine, wenn ich plötzlich zum Halbengel werden würde, wäre ich nicht gelassen und täte so, als wäre nichts ungewöhnliches passiert ...
Jadon und seine Familie bleiben leider nur blass, selbst am Ende wusste ich noch nicht genau, wer wer war. Jadon kommt man eigentlich erst am Ende richtig nahe. Ansonsten ist er manchmal etwas zu stark der Typ a la "Ja und Amen." Obwohl sich das dann im Laufe des Buches auch gebessert hat und man hat mehr Gefühle von ihm mitbekommen, trotzdem noch zu wenige.

Sprache: 
Frau Loan hat einen angenehmen Schreibstil, aber sie sollte vieeeeeeeel öfters aktiv statt passiv schreiben. So nimmt der Leser am Geschehen teil, als wenn er es nur von der Person nacherzählt bekommt. Zudem wird manchmal etwas zu oft beschrieben, was den Lesefluss etwas beeinträchtigt. Es gibt ein paar unnötige Wiederholungen im Buch. An einer Stelle war ich verwirrt, als Frau Loan plötzlich aus der Ich-Perspektive in den allwissenden Erzähler wechselt, einfach so, ohne Absatz oder irgendeine Vorwarnung. Die Perspektivwechsel im Epilog fand ich im Gegenteil dazu, sehr gelungen, es wäre auch während der Geschichte interessant gewesen, die anderen Gedanken kennenzulernen. Aber bei Ich-Erzählungen ist dies ja nie der fall, was also kein Minuspunkt des Romans ist.

Mein Fazit:
Das ist jetzt eine sehr ausführliche Rezi geworden, weil ich glaube, dass die Autorin es noch besser kann. Sollte es also einen Folgeband geben, würde ich ihn ebenfalls lesen, da die Story doch noch richtig spannend wurde und dann aber leider schon zu Ende war. Am Anfang hapert es noch, aber es entwickelt sich dann doch noch ganz gut.
Nachtrag: Es soll ein Zwei-Teiler werden!

"Es fühlte sich an, als wenn mein Kopf die Pausetaste gedrückt hätte." S. 176

Buchtrailer

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Larissa