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Rezension: Das Herz des Abwun- Die Reise von E.M. Jungmann


















Titel: Das Herz des Abwun- Die Reise
Autor: E.M. Jungmann
Reihe: möglich
Seiten: 353
Preis: 13,90 €
Verlag: EPIDU
ISBN: 978-3-942584-10-4

Meine Bewertung:

Klappentext:
Freiheit beginnt mit Verantwortung ...

Sie hat alles verloren: ihre Heimat und ihre Familie. Ellen aus Dachnat-Kgenmar ist noch ein junges Mädchen, als sie ihr Elternhaus verlassen muss, um fortan bei den gefürchteten Drachenköpfen, den Kgenmar, zu leben. Diese wurden einst von ihrer Gottheit, dem Abwun, auf die Erde gesandt, um die Menschen zu beherrschen und anzuleiten. Seit vielen Jahrhunderten verbreiten sie nun Angst und Schrecken unter der Bevölkerung.
Als Ellen schließlich mit dem Obersten der verhassten Kreaturen den Bund der Ehe eingehen muss, vollzieht sich ein Wandel. Die große Prophezeihung nimmt ihren Lauf. Doch es gibt auch Neider. Wird es gelingen, in Frieden zu vereinen, was seit jeher durch Hass und Misstrauen auf beiden Seiten entzweit ist? Viel Blut wird fließen, doch dies ist erst der Anfang ...

Erster Satz:
Das Blut ließ sich nicht fortwaschen, so sehr Ellen es auch versuchte.

Meine Meinung:

Buchgestaltung: 
Das Buch ist in einem orangebraunen Farbton gestaltet, passend zur Wüste ist auch das mittlere Bild mit dem Amulett. Links oben sieht man fremde Schriftzeichen, die dem Betrachter zeigen, dass es um eine uns unbekannte Kultur geht, den Kgenmar.

Handlung: 
Das Buch ist eine Dystopie, die aber auch teilweise an das Mittelalter erinnert. Gerade bei Fantasy ist diese Zeit als Annäherung der eigenen Gesellschaft ja sehr beliebt. Aber in diesem Roman gibt es auch Fortschritte, die es damals noch nicht gab, also steckt auch noch ein Teil unserer heutigen Gesellschaft noch in den Menschen des Romans. Es gibt zudem nicht nur die Menschen sondern auch die Kgenmar, die Drachenköpfe, wie sie von den Menschen genannt werden. Sie sind die Unterdrücker und Herrscher der Menschen, die sich ihrem Willen beugen müssen. Vor langer Zeit sandte das Abwun, die Gottheit der Kgenmar, sie auf die Erde, um zu verhindern, dass die Menschen sich selbst ausrotten. Sie sollen sie wieder auf den rechten Weg führen. Doch die Menschen sehen ihre Herrscher als grausam und zu mächtig an, sie wollen sie vernichten und deshalb schließen sich Gruppen zusammen, die genau dieses Ziel verfolgen. Koste es was es wolle...
Die Menschen geben den Kgenmar die Schuld für alles Geschehene, dabei haben sich damals die Nationen gegenseitig bekämpft und so fast alle Menschen ausgerottet. Dank der Hilfe der Kgenmar konnten sie wieder ihre Gesellschaft aufbauen.
Es gibt eine Liebesgeschichte, die sich anfangs aber nur sehr langsam entwickelt, was es aber glaubwürdiger macht. Ellen und der Sohn des Herrschers, Jhad Alan, müssen erst gegenseitig Vertrauen können bevor sie sich lieben.
Die Welt, die die Autorin aufgebaut hat, ist spannend und interessant, ebenso glaubwürdig und fantasiereich. Die Kgenmar haben mich in ihren Bann gezogen und ich würde mich freuen, weitere Bände aus dieser Welt lesen zu können. Dem Ende nach zu urteilen, sind Folgebände durchaus möglich.

Charaktere: 
Ellen ist zu Anfang der Geschichte noch ein junges Mädchen, das ihrer Mutter entrissen wird und von nun an bei den Kgenmar leben soll. Der Leser entdeckt mit ihr die Welt um sie herum und erlebt ihre Entwicklung zu einer jungen, starken Frau mit. Sie ist sympathisch, selbstbewusst und weiß, wann es besser wäre, nachzugeben. Sie ist klug und warmherzig. Doch manchmal gab es auch Stellen, an denen sie etwas naiv war. Jhad Alan, ist ebenfalls ein toller Charakter, der glaubwürdig rüberkommt. Er ist der Sohn des Herrschers und oberster General. Sein Wesen ist lieb, treu, besorgt, ehrlich, romantisch und er ist kein Weiberheld. Hat er die Liebe seines Lebens gefunden, dann sieht er auch nur sie und ist ihr treu ergeben. Aber in den richtigen Situationen ist er unnachgiebig und hart. Er ist der perfekte Herrscher, der die Menschen und die Kgenmar wieder annähern soll.
Die Autorin benutzt in ihrem Buch mehrere Perspektiven, die die ganze Sache von verschiedenen Seiten beleuchten. Somit erhält man einen Rundumblick und kann sich seine eigene Meinung dazu bilden. Man versteht so die Taten mancher besser und erhält auch Einblick in ihre Gedankengänge. Dadurch vermischt sich Gut und Böse. Es gibt nur sehr wenige Charaktere in dem Buch, die man eindeutig zu einer Seite zuordnen kann. Außerdem bringen diese verschiedenen Sichtweisen Spannung, weil man immer einen Schritt vor den anderen Charakteren voraus ist. Leider fehlt aber dadurch auch die Nähe zu den Personen, sie wirken immer ein wenig distanziert.

Sprache: 
Die Autorin hat eine eigene Sprache für die Kgenmar entwickelt, man fühlt sich somit noch tiefer in dieser fremden Welt verankert. Es wirkt noch viel realistischer und macht auch einen Teil des Charmes des Buches aus. Es gibt insgesamt eher kurze Sätze, was sich leichter lesen lässt, als ellenlange Verschachtelungen.

Mein Fazit:
Eine schöne Dystopie mit tollen Charakteren und einer spannenden Handlung. Leider fehlt die Nähe zu den Personen, was durch die mehreren Perspektiven bedingt wird. Es geht um eine fremde Spezies, den Drachenköpfen, die über die Menschen herrschen. Die ganze Welt, die darum aufgebaut wurde, ist seht interessant und bietet Potenzial für weitere Romane. Das Buch ist (glaube ich) der Anfang einer Reihe.
Für Leute, die gerne Fantasy und Dystopien lesen, sind hier genau richtig. Auch für die Romantiker unter Euch, bietet die Geschichte etwas! ;)

Zur Autorin:
E. M. Jungmann wurde am 21. Mai 1969 nahe München geboren. 1983 zog es sie ins Schwabenland. Beruflich ist sie als IT-Systembetreuerin tätig.
Das Eintauchen in Geschichten hat sie seit jeher fasziniert. Schon in ihrer Schulzeit schrieb sie Artikel für die Schülerzeitung. Anfang zwanzig schrieb sie bereits an ihrem ersten Roman. Ihre Inspiration holt sich die Autorin aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen. so ließ sie sich für ihren Roman "Das Herz des Abwun" vom politischen Weltgeschehen zur Jahrtausendwende, aber auch stark vom ersten Teil der Johannesoffenbarung beeinflussen.
Es ist ihr wichtig, dem Leser etwas zu geben, das nachwirkt.
"Wenn ich Dinge gesagt bekomme, wie dass eine meiner Geschichten so berührt hat, dass sie den Leser egreifen konnte, bedeutet mir das sehr viel."
Ihre schriftstellerische Vorbilder reichen von Arthur C. Clarke über Akif Pirincci bis hin zu den Strugatzki-Brüdern.
E. M. Jungmann veröffentlichte bei EPIDU einen Auszug ihres Romans "Das Herz des Abwuns". Nach kurzer Zeit schaffte es das Werk, eine breite Leserschaft zu begeistern und wurde unter die besten Romane gewählt.
E. M. Jungmann lebt und arbeitet derzeit in Stuttgart. (Quelle: EPIDU)

Danke an Blogg dein Buch und EPIDU für das Leseexemplar!!

1 Kommentar:

  1. Mir hat der Roman ebenfalls sehr gefallen. Ich habe mit Interesse deine Rezension gelesen. Ich musste erst mal schauen was eine Dystopie ist. Nun bin ich wieder etwas schlauer.

    Wie mir das Buch gefallen hat kann man in meiner eigenen Rezension nachlesen: http://www.terablog.de/2011-12/buchrezension-das-herz-des-abwun-die-reise-ein-lesenswerte-fantasy-roman

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Larissa