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Rezension: Die Tochter der Wälder von Juliet Marillier

















Titel: Die Tochter der Wälder
Autor: Juliet Marillier
Reihe: Die Erben von Sevenwaters (1. Band)
Seiten: 656 
Preis: 9,99 €
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3-426-50906-7
Originaltitel: Daughter of the Forrest

Meine Bewertung:

Klappentext:
Du wirst herausfinden, was zu tun ist, Tochter der Wälder - durch Verrat und Verlust und durch viele Prüfungen ...

Im 9. Jahrhundert nach Christus müssen die keltischen Fürsten ihr Land gegen den Ansturm der Briten verteidigen. Fern der Schlachtfelder wächst Sorcha als jüngste Tochter des Herrn von Sevenwaters auf. Das behütete Leben findet ein jähes Ende, als ein Fluch ihre sechs Brüder trifft. Sorcha ist die einzige, die sie retten kann - doch dafür muss sie mehr aufgeben, als sie sich jemals hätte vorstellen können ...

Meine Meinung:

Buchgestaltung: 
Das Buch sieht wirklich traumhaft aus! Es ist in einem Gelb/Gold Ton gehalten und man sieht eine junge Frau im weißen Kleid uns fünf weiße Schwäne. Das Cover ist perfekt auf die Geschichte abgestimmt und zusammen mit den Nachfolgebänden sieht die Reihe im Bücherregal einfach super aus.

Handlung: 
Die junge Sorcha (gesprochen: Sorra) wächst als jüngstes Kind und einzigstes Mädchen innerhalb ihrer sechs Brüder auf. Ihr Vater Lord Colum herrscht über ein starkes und wichtiges Gebiet in Irland, doch seit dem Tod seiner Frau kümmert er sich nicht mehr sehr um seine Kinder und so sind es die sechs Brüder, die die kleine Sorcha aufziehen. Als ihr Vater und seine Soldaten einen jungen Briten gefangen nehmen und ihn grausam foltern, nur um Informationen zu bekommen, greifen der junge Finbar und seine Schwester Sorcha ein und retten ihn. So werden plötzlich Kontakte zum "Feind" hergestellt, indem Sorcha ihn gesund pflegt und sie lernt, dass sie nicht alles glauben sollte, was man ihr über die Briten erzählt hat.
Doch eines Tages gibt es plötzlich eine neue Frau im Haus, die ihr Vater überraschend heiratet: Lady Oonagh. Sie zieht den Lord in ihren Bann, sodass er keinen eigenen Willen mehr hat und versucht die Familie zu spalten. Doch Sorcha und ihre Geschwister können und wollen das nicht mehr mitansehen. Sie beschließen Hilfe bei den alten Mächten zu suchen, der Magie der Druiden. Doch die Lady kommt ihnen zuvor und als Bestrafung für den Widerstand legt sie den sechs Brüdern einen Fluch auf: Sie werden in Schwäne verwandelt, die sich nur an zwei Tagen im Jahr in Menschen zurückverwandeln können. Um sie zu retten muss Sorcha sechs Hemden aus einer stacheligen Pflanze weben und diese dann ihren Brüdern über die Köpfe ziehen. Leichter gesagt als getan. Und als wäre das nicht schon genug, gibt es kleinere und größere Zwischenfälle die ihr Leben total umkrempeln, negative sowie poisitive...
Die Geschichte ist eher ruhig erzählt aber nichtsdestotrotz immer spannend!

Charaktere: 
Juliet Marillier hat mit diesem Roman wunderbare Charaktere gezeichnet und zwar Sorcha und ihre sechs Brüder. Jeder hat seinen eigenen unverwechselbaren Charakter, der sich im Laufe der Handlung auch immer weiterentwickelt. Es ist spannend zuzusehen, wie aus dem Wildfang Sorcha eine junge und starke Frau wird. Alle Charaktere sind sehr realitätsnah gehalten und überzeugen durch ihre verschiedenen Seiten. Das Buch ist definitiv ein Charakterbuch, diese stehen auch sehr im Vordergrund, da die Handlung, wenn man es sich genau überlegt, eigentlich manchmal etwas zieht. Aber durch die wundervollen Charaktere merkt der Leser das gar nicht, man ist so in ihrem Denken verankert, dass es einen gar nicht stört, dass gerade nichts spannendes passiert. Obwohl das Buch natürlich insgesamt eine eher tiefgründige Spannung hat. Es geht nicht zack, zack von einem Erlebnis ins Nächste, sondern die Geschichte entwickelt sich von einem Ereignis zum Nächsten.

Sprache: 
Wie schon erwähnt ist der Schreibstil eher ruhig aber sehr angenehm. Er führt einen an der Hand durch die Geschichte und hier wird sehr viel mit Bildern gearbeitet, beinahe wie in einem Film. Es gibt auch eher weniger Dialog als in anderen Büchern, da eben auch Sorcha während des Webens der Hemden schweigen muss und keinen Laut von sich geben darf, denn sonst bleibt der Fluch für immer auf ihren Brüdern liegen. Dies ist aber keinesfalls negativ, denn in vielen Büchern wird eher zu viel gesprochen, währenddessen die Autorin hier mit den Worten und Bilder spielt und so die Geschichte in die Köpfe der Leser hineinzaubert.

Fazit:
Ein traumhaft schöne Buch über ein junges Mädchen, das sich für ihre Brüder aufopfert und sich gegen die Widrigkeiten der Zeit und des Lebens stellt. Einzigartige Charaktere, besonders auch Sorchas Brüder! Sehr zu empfehlen, wenn man gerne historische Romane liest, in denen auch eine reale Liebesgeschichte und ein Märchen drin vorkommen darf. Denn hier werden die Grenzen zwischen der Realität und der Fantasie verwischt!

Zur Autorin:
Juliet Marillier wurde in Neuseeland geboren und wuchs in Dunedin auf. Bereits seit frühester Kindheit begeistert sie sich für keltische Musik und irische Geschichte. Sie lebt heute mit ihrer Familie in Perth, Australien. Zu ihren großen internationalen Erfolgen gehört der Sevenwaters-Romanzyklus ("Die Tochter der Wälder", "Der Sohn der Schatten", "Das Kind der Stürme" und "Die Erben von Sevenwaters"). Weitere Informationen zur Autorin und zu ihren Büchern findet ihr unter:

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Larissa