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Rezension: Der Gesang der Orcas von Antje Babendererde













Titel: Der Gesang der Orcas
Autor: Antje Babendererde
Reihe: -
Seiten: 356
Preis: 7,50 €
Verlag: Arena
ISBN: 978-3-401-02393-4
Originaltitel: -

Meine Bewertung:


Klappentext:
Gemeinsam mit ihrem Vater, einem Fotografen, macht Sofie eine weite und ungewöhnliche Reise in die nordamerikanische Wildnis. Es ist eine Entdeckungsreise in die Welt und die uralten Traditionen der Makah-Indianer.
Die Makahs, die früher Walfang betrieben haben, lassen Sofie und ihren Vater schon kurz nach ihrer Ankunft an einer Walbeobachtungsfahrt teilnehmen. Die wilde Küstenlandschaft und die majestätischen Orcas beeindrucken Sofie tief - ebenso wie die Begegnung mit dem makah-Jungen Javid. als die beiden ein zweites Mal allein auf das Meer hinausfahren, um die Orcas zu bsuchen, scheint es, als wäre ein unsichtbares Band zwischen ihnen entstanden. Aber ihre Freundschaft muss schwierige Spannungen überstehen.

Erster Satz:
Die Knie ans Kinn gezogen und meine Arme fest darum geschlungen, hockte ich auf der blauen Holzbank, meinem Lieblingsplatz.

Meine Meinung:

Buchgestaltung: 
Das Taschenbuch ist in einem schönen Blau gehalten, auf dem Cover ist ein See oder Fluss abgebildet, der in Nebel getaucht ist. Links sieht man eine verblassende Abbildung von Makah-Indianer in einem Kanu. Ich finde das Cover passt super zur Geschichte, denn es strahlt diesselbe Ruhe und Gelassenheit aus.

Handlung: 
Sofie ist die Sorte Mädchen, die Jungs immer übersehen. Obwohl sie rote Haare hat, scheint sie wie ein Geist zu sein, der über den Schulhof wandert. Als dann auch noch ihre Mutter an Krebs stirbt, beginnt sie immer mehr sich in sich zurückzuziehen, denn sie kommt mit dem Verlust nicht klar. Auch ihr Vater kann es nicht richtig verarbeiten und stürzt sich in seine Arbeit als Fotograf. Als er dann einen großen Auftrag bekommt, der ihn zu den Makah-Indianer in Nordamerika führt, darf Sofie ihn begleiten.
In Neah Bay angekommen, trifft sie den Sohn der Hotelbesitzerin, Javid. Ebenfalls ein Makah. Die beiden freunden sich an und Javid zeigt Sofie seine Welt.
Nachdem ich schon ein paar Bücher von der Autorin gelesen habe und jedes Mal aufs Neue von ihren wunderschönen Erzählungen fasziniert bin, hat mir auch dieses Buch von ihr sehr gut gefallen. Die Handlung ist nicht unbedingt spannend aber unglaublich wundervoll und interessant, denn man lernt in diesem Buch die Makah-Indianer, die früher und auch heute wieder Walfang betreiben, kennen. Eine tolle Geschichte vor einzigartiger Kulisse, wie jedes Buch der Autorin.

Charaktere: 
Sofie und Javid sind interessante Charaktere, die die Geschichte zum Leben erwecken. Sofie ist ein in sich zurückgezogenes Mädchen, das mit ihrem zu dünnen Körper nicht zurecht kommt und sich deshalb nicht weiblich fühlt. Die Tatsache, dass sich keiner der Jungs aus ihrer Schule sich je für sie interessiert hat, bestätigt ihre Zweifel. Als sie Javid kennenlernt, beginnt für sie ein neuer Abschnitt ihres Lebens, denn Javid verbringt viel Zeit mit ihr und die beiden kommen sich immer näher. Javid ist ein Makah, der die Tradition des Walfangs aufrecht erhalten will, denn er gab seinem Vater vor dessen Tod ein Versprechen darauf. Beide Charaktere sind sehr realistisch und dem Leser sofort sympathisch.

Sprache: 
Antje Babendererde erschafft mit jedem Buch eine ganz wundervolle Atmosphäre. Ihre Naturbeschreibungen sind keinesfalls langatmig sondern sie schaffen es, dass der Leser sich ebenfalls am Strand von Neah Bay zuhause fühlt und Sehnsucht danach bekommt.

Mein Fazit:
Wieder einmal ein grandioses Buch über die Begegnung zwischen einem deutschen Mädchen und einem jungen Indianer. Große Gefühle vor atemberaubender Natur, ein super Buch! Die Bücher von Antje Babendererde sind ein Muss für alle Liebesromanfans, aber auch für diejenigen, die sich für Indianer interessieren. :)

Zur Autorin:
Antje Babendererde, geboren 1963 in Jena/Thüringen, war zunächst als Arbeitstherapeutin in einem Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie tätig. Seit 1996 ist sie freiberufliche Autorin mit einem speziellen Interesse an der Kultur der Indianer. Nach intensiven USA-Reisen und den Besuchen verschiedener Reservate erschienen von ihr mehrere Romane für Erwachsene zu diesem Thema. "Der Gesang der Orcas" ist ihr erstes Jugendbuch.
(Quelle: Arena Verlag)

1 Kommentar:

  1. Ich liebe ihre Bücher *-*
    Ich muss mir dringend auch noch "Julisommer" zulegen...

    LG Fjolamausi

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Larissa