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Rezension: In Wahrheit wird viel mehr gelogen von Kerstin Gier













Titel: In Wahrheit wird viel mehr gelogen
Autor: Kerstin Gier
Reihe: -
Seiten: 269
Preis: Softcover für 12,99 €, TB für 7,99 €
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-7857-6014-7
Originaltitel: -

Meine Bewertung:


Klappentext:
Ein Roman gegen die Schwerkraft

Carolin ist sechsundzwanzig - und ihre große Liebe gerade gestorben. Wirklich gestorben, nicht nur im übertragenen Sinne tot. In ihrer Trauer muss sie sich nun mit ihrem spießigen Exfreund um ein nicht gerade kleines Erbe streiten. Kein Wunder also, dass Caro sich das erste Mal in ihrem Leben betrinkt, zu einer Therapeutin geht und ein kleines Vermögen für Schuhe ausgibt. Und sich von Idioten umzingelt fühlt. Zum Glück ist Carolin in ihren schwärzesten Stunden nicht allein, und ihre besorgte Familie und ein ausgestopfter Foxterrier mit Namen "Nummer zweihundertdreiundvierzig" helfen ihr bei einem Neuanfang ...

Erster Satz:
"Sind Sie hingefallen?"

Meine Meinung:

Buchgestaltung: 
Das Cover sieht sehr mädchenhaft aus und schön. Meiner Meinung passen die Farben aber nicht allzu sehr zum Inhalt, da es doch eher um Verlust und Trauer aber auch um Neuanfang geht. Aber vielleicht ist auch gerade dieser Kontrast zwischen Cover und Inhalt sehr gut, denn trotz der schweren Themen ist das Buch auch sehr witzig.


Handlung: 
Carolin ist mit Leo zusammen, ihrem allerersten Freund überhaupt. Und das obwohl sie schon 26 ist, aber Carolin ist hochbegabt mit einem IQ von 158, sie spricht unter anderem Polnisch und Koreanisch, spielt Mandoline, Klavier und noch mehr Instrumente. Gerade deswegen hatte sie es nie leicht in der Schule mit ihren Mitschülern zurecht zu kommen. Auch ihre Angewohnheit die verschiedensten Sachen zu zählen, macht sie unweigerlich zum Freak der Schule. Aus Angst vor einer erneuten Zurückweisung (nur wenige Männer können es ertragen, wenn die Frau viel intelligenter ist) verschweigt sie ihre vielen Talente. Doch eines Abends, bei dem Geburtstag von Leo's Großmutter, kommt heraus, wie Carolin wirklich ist und Leo trennt sich von ihr. Doch dann lernt sie seinen, von Leo gehassten, Vater kennen und verliebt sich schlagartig in ihn und er sich in sie. Noch am gleichen Abend als sie sich von Leo trennte, landet sie mit Karl im Bett und ab da sind sie zusammen. Ein Jahr später heiraten sie und ihre Ehe dauert glückliche vier Jahre, bis Karl an einem Herzinfarkt stirbt. Das macht Carolin zur Witwe und es kommt raus, dass Karl ein nicht ganz unbetrachtliches Erbe an sie vermacht hat, von dem so einige andere auch etwas abhaben wollen ...
Kerstin Gier ist bekannt für witzige Liebesgeschichten, doch dieser Roman war anders als ihre "normalen". Es geht, wie schon gesagt, um den Verlust und die Trauer, die Caro überwinden muss um einen Neuanfang wagen zu können. Was sich allerdings als nicht sehr einfach herausstellt.
Warum habe ich dieses Buch gekauft? Bei youtube habe ich mal eine Lesung von Kerstin Gier angesehen und zufällig war es genau über dieses Buch, aus dem sie die ersten paar Seiten vorlas. Und schon hatte sie mich! Das Buch ist humorvoll, an manchen Stellen auch etwas traurig aber die postive Seite überwiegt eindeutig. Es ist also kein Buch, bei dem man heulend da sitzt, sondern eines, dass aufzeigt, dass man wieder "grundlos glücklich" werden kann. Eine schöne Geschichte für Zwischendurch, mit dem typischen Kerstin-Gier-Schreibstil!

Charaktere: 
Carolin ist anfangs sehr in sich zurückgezogen, denn sie kann den Verlust von ihrer großen Liebe nicht verkraften und betrinkt sich fürchterlich, sie liegt hilflos auf dem Gehweg direkt vor dem Haus ihrer Schwester, bis ein junger Mann kommt und sich um sie kümmert. Jedoch hält er sie für minderjährig...
Caro hat teilweise einen schwarzen Humor, der aber nicht so stark ist, dass auch Nicht-schwarzer-Humor-Versteher mitlachen können. ;) Sie wird durch ihre Begabungen und ihre zahlreichen Macken lebendig und ich als Leser würde sie gerne mal live erleben. Kerstin Gier schafft es immer ihre Charaktere sehr authentisch und "echt" darzustellen, so als könnte man ihnen gleich über den Weg laufen.

Sprache: 
Humorvoll, aber an den richtigen Stellen auch ernst und tragisch. Kerstin Gier hat einen ganz eigenen Schreibstil, der locker und leicht ist, eben so wie man es selbst ausdrücken bzw. sagen würde. Frau Gier gehört eindeutig zur Schreibelite Deutschlands in diesem Genre!

Mein Fazit:
Kerstin Gier sollte man eine Chance geben und ihre Bücher lesen, denn sie sind es absolut wert. Egal ob ihre Jugendbücher oder ihre Frauenromane. Witzig, aber auch nachdenklich ist dieses Buch von ihr. Ein etwas anderer Roman als bisher, der aber nur noch mehr verdeutlicht, was Kerstin Gier alles kann.

Zur Autorin:
Kerstin Gier geboren 1966, lebt mit ihrer Familie in einem Dorf in der Nähe von Bergisch Gladbach. Sie schreibt seit zehn Jahren mit großem Erfolg Romane. "Für jede Lösung ein Problem" und die "Mütter-Mafia"-Triologie haben sich durch Mundpropaganda zu Bestsellern entwickelt. Die zahlreichen Fans warten immer sehnsüchtig auf ihren nächsten Roman.
(Quelle: Lübbe)

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Larissa