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Rezension: Whisper Island 01- Sturmwarnung von Elizabeth George














Titel: Sturmwarnung
Autor: Elizabeth George
Reihe: Whisper Island (1. Band)
Seiten: 445
Preis: 19,99 €
Verlag: Egmont INK
ISBN: 978-3-86396-001-8
Originaltitel: The Edge of Nowhere

Meine Meinung:


Klappentext: 
Becca King hat eine Gabe, die gleichzeitig ein Fluch ist. Sie kann die Gedanken anderer Menschen hören. Sie umgeben sie wie ein ständiges Rauschen, dem sie nicht entrinnen kann. Jetzt ist Becca auf der Flucht, weil ihr Stiefvater ihre Fähigkeiten skrupellos ausnutzen wollte. Sie hat eine neue Haarfarbe und eine neue Identität. Auf einer geheimnisvollen, abgeschiedenen Insel hofft Becca, Unterschlupf bei einer Freundin ihrer Mutter zu finden. Doch als sie dort ankommt, erfährt sie, dass die Freundin drei Wochen zuvor verstorben ist. Verzweifelt versucht Becca ihre Mutter zu erreichen. Ohne Erfolg: Das Handy ist tot.

Erster Satz:
Der letzte Tag von Hannah Armstrongs Existenz war zunächst ein Tag wie jeder andere.

Meine Meinung:

Buchgestaltung: 
Auf dem Cover sieht man eine junge Frau vor düsteren Blumen und einen blutroten Mond am Himmel.

Handlung: 
Becca King, eigentlich Hannah Armstrong, hört die Gedanken ihres Stiefvaters, der seinen Geschäftspartner umgebracht hat. Aus Angst vor ihm, fliehen sie und ihre Mutter und aus Hannah wird Becca, inklusive eines neues Aussehens. Ihre Mutter bringt sie zur Fähre, die Becca nach Whisper Island übersetzen soll. Dort soll sie eine Weile bei der Freundin ihrer Mutter wohnen, bis Beccas Mum einen geeigneten Platz für die beiden gefunden hat, an dem sie vor ihrem Mann in Sicherheit sind. Auf Whisper Island angekommen, muss Becca erfahren, dass die vermeintliche Freundin schon verstorben ist und sie weiß nicht wohin sie gehen soll, denn auf einmal erreicht sie ihre Mutter nicht mehr...
Die Handlung, so wie sie auf dem Klappentext beschrieben ist, hört sich nach Spannung und Lesevergnügen an. Leider hielt es für mich nicht das, was es versprach. Mir kam die ganze Geschichte irgendwie unlogisch vor, denn welche Mutter schickt ihre Tochter, lediglich mit einem Fahrrad und einem Handy ausgestattet, zu einer Frau, mit der sie schon ewig keinen Kontakt mehr hatte?! Nicht nur das, sondern insgesamt haben mir so einige Sachen nicht so gefallen. Wenn ich ehrlich bin, ist dies leider eines der schlechtesten Bücher, die ich bisher gelesen habe. Spannung kam bei mir leider erst ab Seite 100 auf, denn davor konnte ich mich auch überhaupt nicht mit der Protagonistin identifizieren, denn sie war mir lange unsympathisch.
Die Presseaktion, die der Verlag zur Erscheinung dieses Buches veranstaltet hat, war genial!! Leider hat diese Aktion bei mir mehr versprochen, als das Buch am Ende erfüllen konnte. Das Ende spielt sich auf sehr wenigen Seiten ab und endet ausgerechnet dann, wenn endlich mal etwas Spannung in die Geschichte kommt. Wenn man bedenkt, dass es sich bei Elizabeth George um eine der großen Autorinnen handelt, ist dieses Buch eine starke Enttäuschung, da viele Handlungsstränge nicht richtig weitergeführt werden bzw. ausbleiben.

Charaktere: 
Wie schon erwähnt, blieb mir die Protagonistin Becca unsympathisch und deshalb konnte ich auch nicht mit ihr mitfühlen. Ihre Mutter ist verschollen und sie macht sich stattdessen nur Gedanken darum, ob man sie für hässlich empfinden könnte, obwohl sie in Wahrheit doch viel hübscher sei... Solche und ähnliche Dinge, haben mir die Lust genommen, ihre Geschichte in weiteren Bänden weiterzuverfolgen. Auch die Nebencharaktere konnten mich nicht wirklich überzeugen, waren mir aber sympathischer als Becca selbst.

Sprache: 
Der Schreibstil ist flüssig zum Lesen, leider hält sich die Autorin zu oft damit auf, viel zu detaillierte Beschreibungen von Zimmern und Co. zu geben, die in keinster Weise zum Fortlauf der Handlung beitragen. Es gab deswegen einige Passagen, die ich lieber überlesen hätte.

Mein Fazit:
Ein enttäuschender Roman einer bekannten Autorin, die sich vielleicht doch lieber aus dem Jugendgenre heraushalten und sich auf Krimis konzentrieren sollte, denn ihre "Inspector Lynley"-Krimiserie soll sehr gut sein.

Kommentare:

  1. Schöne Rezi!
    Ich habe das Buch noch nicht gelesen und weiß im Moment auch gar nicht mehr, ob ich das überhaupt noch tun werde... ;) Mal schauen :D

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  2. Du wurdest von mir getaggt: http://denises-lesewelt.blogspot.de/2012/06/getaggt-zum-ersten-mal-uberhaupt.html

    Viel Spaß!

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Alles Liebe,
Larissa