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Rezension: Jesus liebt mich von David Safier



















Titel: Jesus liebt mich
Autor: David Safier
Reihe: -
Seiten: 302
Preis: 8,95 €
Verlag: rororo
ISBN: 978-3-499-24811-5
Originaltitel: -

Meine Bewertung:

Klappentext:
Marie hat das beeindruckende Talent, sich ständig in die falschen Männer zu verlieben. Kurz nachdem ihre Hochzeit geplatzt ist, lernt sie einen Zimmermann kennen. Und der ist so ganz anders als alle Männer zuvor: einfühlsam, selbstlos, aufmerksam. Dummerweise erklärt er beim ersten Rendezvous, er sei Jesus persönlich. Zunächst denkt Marie, dieser Zimmermann habe nicht alle Zähne an der Laubsäge. Doch bald dämmert ihr: Joshua ist wirklich der Messias. Und Marie fragt sich, ob sie sich diesmal nicht in den falschesten aller Männer verliebt hat.

Erster Satz:
So hat Jesusu doch nie im Leben ausgesehen, dachte ich, als ich mir ein Abendmahl-Gemälde im Pfarrbüro ansah.

Meine Meinung:

Buchgestaltung:
Das Buch ist wie alle Safier-Bücher in Gelb und hat ein gezeichnetes Cover. Diese Art macht den Charme des Buches noch größer, finde ich. Außerdem bilden die Bücher zusammen eine Einheit durch die gleiche Gestaltung, jedoch mit jeweils unterschiedlichen Motiven. Im Buch selbst, gibt es immer wieder einen Comic-Strip, d.h. eine Seite die aus Comiczeichnungen besteht.



Handlung:
Marie steht am Traualter, als sie gegen die Ehe mit Sven entscheidet. Sie kann sich nicht für den Rest ihres Lebens an einen Mann binden, den sie nicht genug liebt. Ihr Vater hat nach seiner Scheidung wieder eine neue Freundin: eine junge Russin mit einer Tochter. Dafür findet Marie erst recht keine Worte, sie ist einfach nur geschockt, denn insgeheim hatte sie immer auf eine Versöhnung ihrer Eltern gehofft. Ihre Schwester hat einen Gehirntumor, sie hat die Trauung abgebrochen, ihre neue Stiefmutter ist sogar noch jünger als Marie selbst, ihre Mutter hat eine Liebelei mit dem Pfarrer. Als hätte sie nicht schon genug Probleme, behauptet der Zimmermann, mit dem sie sich verabredet hatte, Jesus zu sein.
Doch nach und nach stellt sich heraus, dass er Recht hat, mit dem was er sagt: er ist der Sohn Gottes und ist gekommen, um das jüngste Gericht zu vollziehen. Doch dass er sich dabei in Marie verliebt, war keinesfalls geplant ... Und auch Marie verliebt sich unwiderruflich in dem Zimmermann.
Das war mein erstes Buch von David Safier, von dem ich aber schon viel Gutes gelesen habe. Das Buch hat mich umgehauen, es war eine Achterbahn an Gefühlen. Von Lachen, über Weinen, über Hoffen bis zu Beten. Der Autor schafft es wichtige und bedrückende Themen mit Humour und Witz zu versehen, sie aber keinesfalls ins Lächerliche zu ziehen! Wunderschön aber auch traurig. Hier wird das Thema Glauben behandelt, der Autor versteht es, den Leser sich einfühlsam damit auseinandersetzen zu lassen.
Gerade auch für Nichtgläubige perfekt, denn hier wird nichts aufgedrängt, aber sehr viele wichtige Fragen ganz einfach erklärt, die man sich bei dem Thema stellt.
Eine tolle Meisterleistung!

Charaktere:
Marie, die Protagonistin, muss mit den schon genannten Problemen umgehen lernen, dabei hilft ihr ihre neue Bekanntschaft: der Zimmermann Joshua. Sie wird im Laufe des Buches reifer und wächst an ihren Aufgaben. Joshua war einer der liebenswürdigsten Charaktere, mit denen ich bisher zu tun haben durfte. Aber er konnte auch wütend und verletzt werden, was ihm die nötige Authenzität verlieh. Zusammen bildeten beide Charaktere eine starke Einheit und haben das Buch zu etwas Einzigartigen für mich gemacht!

Sprache:
Das Buch ist aus der Sicht von Marie geschrieben, teilweise gibt es jedoch auch Einschübe von anderen Figuren, wie zum beispiel Satan. Safiers Schreibstil ist unheimlich locker und lässt sich flüssig lesen.

Mein Fazit:
Ein wunderbares, und auch geistreiches, witziges sowie trauriges Werk! Es hat alle Eigenschaften zu einem Lieblingsbuch, was es für mich auch geworden ist. Durch Comiczeichnungen innerhalb der Geschichte wird es noch einzigartiger. Unbedingt zu empfehlen!!

Zum Autor:
David Safier, 1966 geboren, zählt zu den bekanntesten und erfolgreichsten Autoren der deutschen Drehbuchszene. Er konzipierte zahlreiche Serien. Bekannt wurde er vor allem mit seinen Drehbüchern zu TV-Erfolgen wie "Nikola", "Mein Leben & Ich" sowie "Berlin, Berlin", für das er unter anderem mit dem Grimme-Preis und dem Emmy, dem amerikanischen Fernseh-Oscar, ausgezeichnet wurde. David Safier lebt und arbeitet in Bremen. Sein Debüt, "Mieses Karma", verkaufte sich bisher über eine Million Mal. "Jesus liebt mich" stand fast ein Jahr lang auf der Spiegel-Bestsellerliste.
(Quelle: Rowohlt)

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Larissa