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Rezension: Die letzte Liebe des Monsieur Armand von Francoise Dorner














Titel: Die letzte Liebe des Monsieur Armand
Autor: Francoise Dorner
Reihe: - 
Seiten: 138
Preis: 7,90 €
Verlag: Diogenes
ISBN: 978-3-257-86162-4
Originaltitel: La douceur assassine

Meine Bewertung:


Klappentext:
Die magische Begegnung zwischen einer jungen Frau und einem alten Mann, die anders ausgeht, als Sie denken. Eine Geschichte, welche die Angst vor dem Alter nimmt - vorausgesetzt, man begegnet einer Person wie Pauline.

Armand, Philosoph im Ruhestand, glaubt das Leben hinter sich zu haben. Auch Pauline, 20, denkt, sie kenne es. 50 Jahre trennen die beiden, und doch ergeht es ihnen gleich: Sie waren allein in der Stadt der Liebe, bevor sie einander trafen. Nicht um Sex und nicht nur um Freundschaft geht es in ihrer Begegnung, wohl aber um die Wiederentdeckung der Lebensfreude. "Die letzte Liebe des Monsieur Armand" ist eine Geschichte, die übermütig aufbegehrt gegen die Vorurteile einer Gesellschaft, in der man nicht mehr alt sein darf, aber auch nicht jung. Ein Buch über das Zusammenspiel der Generationen und das Geheimnis des Glücks.

Erster Satz: 
Im 82er habe ich sie zum ersten Mal gesehen.

Meine Meinung:

Buchgestaltung:
Ganz ehrlich, die Gestaltung des Buches hätte mich niemals veranlasst, dieses Buch zu kaufen, wenn ich es nicht auf einen Bücherflohmarkt in die Hand bekommen hätte. Es ist schrecklich langweilig und öde, es lenkt keinerlei Aufmerksamkeit auf sich, was eigentlich sehr schade ist. Denn der Inhalt dieses unscheinbaren Buches ist es wert, gekauft und gelesen zu werden!


Handlung:
Ich gebe zu, dass ich dieses Buch mit dem Vorurteil angefangen habe, dass es mir bestimmt nicht gefallen würde. Denn es ist mein erstes Buch von Diogenes, und von dem Verlag hat mich bisher noch kein Buch wirklich interessiert bzw bin ich auf keines aufmerksam geworden.
Doch ich hatte mich total geirrt, denn trotz des unschönen Covers verbarg sich hier zwischen den Buchdeckeln eine magische und sehr ehrliche Geschichte, die einen zum Nachdenken anregt. Denn wer macht sich in seinen jungen Jahren Gedanken, wie es den alten Menschen gehen könnte? Vor allem erkennt man so etwas meistens erst, wenn diese davon erzählen oder man selbst in das Alter kommt und die Erfahrung macht. Aber Francoise Dorner schafft es, ohne den erhobenen Zeigefinger, auf diese Probleme aufmerksam zu machen. Und das auf sehr subtile Art und Weise.
Dieses Buch behandelt den herrschenden Konflikt zwischen Alt und Jung, in einer alternden Gesellschaft, in der das junge Alter eine große Rolle spielt. Eine sehr bewegende Lektüre!

Charaktere: 
Armand ist ein Professor im Ruhestand, der seinen Schülern jahrelang die Philophie nahe gebracht hat. Nachdem seine Frau starb und seine Kinder sich immer mehr von ihm entfremdeten (durchaus auch aus eigener Schuld), lebt er nur noch vor sich hin. Bis er Pauline kennenlernt. Pauline ist jung, lebenslustig und hilfsbereit. Und auf der Suche nach einer Familie. Sie "adoptiert" Armand als ihren Großvater und gibt ihm neuen Lebensmut. Eine "Pauline" als Freundin, wünscht man sich selbst. Armand erkennt mit ihrer Hilfe, dass er sich selbst idealisiert hat und kein so toller Vater/Ehemann war, wie er immer dachte.
Tolle Charaktere, die das Buch zu einem einzigartigen Leseerlebnis machen, das den Leser noch lange danach beschäftigen wird!

Sprache:
Der Schreibstil ist nicht so flüssig, dass man das Buch - trotz der wenigen Seiten - mal schnell runterlesen kann. Das ist aber nichts schlechtes, denn es passt hervorragend zum Inhalt. Denn man sollte sich auch während des Lesens Zeit nehmen, um sich eigene Gedanken zum Thema zu machen, da es sehr aktuell ist und man sich früher oder später damit auseinandersetzen sollte!

Mein Fazit:
Ein besonderes Buch mit einzigartigen Charakteren auf der Suche nach neuer Lebensfreude und dem Umgang mit dem Alter und der Einsamkeit. Unbedingt lesen!!!

Zur Autorin:
Francoise Dorner, geboren 1949 in Paris, ist Schauspielerin gewesen und hat fürs Theater geschrieben. Als Drehbuchautorin hat sie "Eine Frau nach Maß" und "Die Sekretärin des Weihnachtsmanns" (mit Marianne Sägebrecht) verfasst. Sie erhielt den Theaterpreis der Académie Francaise und 2004 den 'Goncourt du Premier Roman' für ihren von der Kritik in Frankreich wie in den USA gut aufgenommenen Erstling "La fille du rang dernier". Heute widmet sie sich ganz dem Schreiben und lebt in Paris.
(Quelle: Diogenes)

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Larissa