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Rezension: Mission Munroe - Die Touristin von Taylor Stevens





















Titel: Die Touristin
Autor: Taylor Stevens
Reihe: Mission Munroe, Band 1
Seiten: 447
Preis: 14,99 €
Verlag: Goldmann
ISBN: 978-3-442-47823-1
Originaltitel: The Informationist

Meine Bewertung:


Klappentext:

Ich spüre deine Angst. Ich weiß, wenn du lügst. Ich kenne deine Schwächen, und ich werde sie nutzen. Ich bin ein Chamäleon. Und ein Jäger ...

Sie ist schnell, sie ist diskret, und sie ist käuflich. Gegen Bezahlung beschafft Vanessa Munroe ihren Kunden jede gewünschte Information. Mächtige Organisationen in aller Welt, zahlungskräftige Privatleute, selbst Staatsoberhäupter vertrauen auf ihre Fähigkeiten. Doch als der texanische Öl-Milliardär Burbank um ihre Hilfe ersucht, zögert Munroe ...
Vor vier Jahren verschwand Burbanks Adoptivtochter Emily auf einem Afrikatrip spurlos im Dschungel. Ihr Schicksal konnte nie geklärt werden. Bis heute. Nun setzt Burbank seine letzte Hoffnung in Monroe. Als Missionarskind hat sie die dunkelsten Seiten des schwarzen Kontinentes am eigenen Leib erfahren. Nie wollte sie dorthin zurückkehren, aber nun geht es um ein Menschenleben. Trotz finsterer Vorahnungen nimmt Munroe den Auftrag an. Bald gelingt es ihr dank ihrer Kontakte in Zentralafrika tatsächlich, Hinweise auf den Verbleib des Mädchens zu finden. Doch die Suche nach Emily entpuppt sich als die gefährlichste Mission ihres Lebens.



Erster Satz:

Hier, genau hier würde er sterben.

Meine Meinung:

Buchgestaltung:

Das schlichte Schwarz passt, meiner Meinung nach, sehr gut zum Thema des Buches. Denn es spielt in Afrika, genauer gesagt in Äquatorialguinea, wo kein Gesetz und Recht sondern lediglich Macht und Bestechungsgeld.  Die Blätter und die Tiere lassen sofort erahnen, dass der Leser in den Dschungel Afrikas geführt wird.

Handlung:

Ich gebe zu, es ist einer der wenigen Thriller, die ich gelesen habe. Denn ich dachte bisher immer dieses Genre wäre absolut nicht für mich, da ich doch sehr zartbesaitet bin, was das angeht ;-) ... Aber ich bin froh, dass ich mich an dieses Buch getraut habe! Denn hier hat mich ein einzigartiger, spannender und interessanter Thriller mit einer starken Frau erwartet.
Vanessa Munroe ist weder Agentin noch jemand, der dafür ausgebildet wurde, vermisste Menschen zu finden. Sie ist eher eine Informationenbeschafferin. Braucht jemand die unoffiziellen Informationen zu einem Land, dessen Bevölkerung und Mentalität, und zahlt genug dafür, kommt Munroe ins Spiel.
Sie spricht unzählige Sprachen und Dialekte, kann sich jede benötigte Sprache innerhalb kurzer Zeit aneignen. Ihre erstellten Dossiers sind ihr Geld wert und das weiß auch Richard Burbank, ein texanischer Öl-Milliardär. Vor vier Jahren ist seine Adoptivtochter Emily auf einer Afrika-Reise spurlos verschwunden und seitdem verschollen.
Seine letzte Hoffnung sie zu finden, setzt er auf Vanessa, die sich dem vermissten Mädchen annimmt. Angeblich um ihrer Sicherheit willen bekommt sie den Söldner Miles Bradford an die Seite gestellt, was ihr nicht sehr behagt, denn Munroe will einzig für sich allein verantwortlich sein. Zusammen machen sich die beiden nach Afrika auf, von wo das letzte Lebenszeichen Emilys kam und allmählich finden sie Hinweise darauf, dass sie sogar noch am Leben sein könnte!
Doch wo ist sie und wer hält sie in seiner Gewalt?
Die ersten dreißig Seiten fand ich SEHR verwirrend, sie haben mich demotiviert weiterzulesen und ich habe das Buch für eine Weile zur Seite gelegt. Um dem Buch dann aber doch noch seine Chance zu geben, habe ich mich gezwungen weiterzulesen und - siehe da - es wurde besser und besser!
Am Ende war ich total begeistert von diesem Buch, das doch einen sehr schwachen Start hatte, der mich fast davon abgebracht hätte. Denn Vanessa wird mit "Michael" angeredet, obwohl sie ganz offensichtlich als Frau auftritt und es wird erst sehr spät erklärt.
Wie gesagt, die ersten Seiten haben mich total verwirrt und deswegen hatte ich anfangs nicht wirklich Lust auf das Buch. Gott sei Dank habe ich weitergelesen!
Mit jeder Seite steigt die Spannung und auch die Gefahr. Ich war in der Geschichte gefangen und wurde von den Ereignissen mitgerissen, von denen man jedes Mal in eine andere Richtung gestoßen wird, was den Täter angeht. Die Autorin lässt Munroe und den Leser immer wieder im Dunkeln tappen!
"Mission Munroe" ist eine Reihe, bei der aber jeder Band abgeschlossen ist.

Charaktere:

Vanessa Munroe ist auf den ersten Blick kalt und gefühlslos - zumindest erscheint sie dem Leser so. Aber nach einer Weile merkt man auch, dass sich hinter ihrer selbst errichteten Mauer eine gequälte Seele befindet, die noch mit sich zu kämpfen hat!
Ihr Charakter ist auf den zweiten Blick vielschichtig und tiefgründig, was der Leser aber erst gegen Ende erkennen kann. Das ist etwas schade, da man immer auf Abstand zu ihr steht, aber es passt hervorragend zu ihrer Persönlichkeit.
Man lernt im Laufe des Buches, dass man zwischen ihrem professionellen Auftreten und ihrer wirklichen Person zu unterscheiden, was nicht immer so einfach ist.
Ich glaube, dass dieser Charakter noch sehr viel verspricht und bin gespannt, wie und ob die Autorin es schafft, sie in den Folgebänden weiterzuentwickeln! Denn ich finde, nichts ist schrecklicher und langweiliger als eine Reihe mit einem Charakter, der sich persönlich nie weiterentwickelt ...

Sprache:

Der Schreibstil und auch die gesamte Konzeption des Buches hat mich total umgehauen! Obwohl der Schreibstil eigentlich genauso ist, wie ich es hasse, hat mich das Buch begeistert. Denn der Schreibstil ist eher distanziert und überträgt nur wenige Gefühle von den Charakteren zum Leser. Er macht es schwer, eine Bindung zu den Personen aufzubauen!
Trotzdem ist es der Autorin gelungen, auch die unscheinbaren Gefühle durch Taten zum Ausdruck zu bringen, ohne sie jemals explizit ausschreiben zu müssen. Ich kann fast gar nicht glauben, dass es der erste Roman der Autorin sein soll. Die Orte des Romans werden so authentisch dargestellt, dass man sich als Leser ebenfalls dort befindet - sei es in Kamerun oder in Äquatorialguinea! Man merkt, dass die Autorin eine Zeit lang in Afrika gelebt hat.
Nur so kann ich mir die vielen kleinen Gegebenheiten erklären, die man als "Ausländer" eigentlich gar nicht wissen kann.

Mein Fazit:

Ein spannender Thriller mit einer interessanten Hauptperson! Der Anfang war etwas verwirrend, deshalb nur vier von fünf Smileys. Aber der Hauptteil und das Ende haben es in sich!
Spannung, authentisch dargestellte Situationen, viele "Insider"-Infos über Afrika machen das Buch zu einem tollen Roman! Vanessa Munroe ist wie Lara Croft in Verbindung mit James Bond!!
"Mission Munroe" ist eine vielversprechende Reihe, die ich auch weiterverfolgen werde! :)

Zur Autorin:

Ihre Kindheit war rastlos. Weil ihre Eltern Mitglieder des "Kinder Gottes"-Kultes waren, wuchs Taylor Stevens an ständig wechselnden Orten auf der ganzen Welt auf - oft getrennt von ihrer Familie. Mit zwanzig gelang ihr der Ausbruch aus der Sekte. Heute lebt sie mit ihren zwei Kindern in Dallas und schreibt an der Fortsetzung ihrer international erfolgreichen Mission-Munroe-Serie.
(Quelle: Goldmann)


Kommentare:

  1. Hallo Larissa,

    ich wünsche Dir einen guten Start in die Osterwoche
    und schön, dass an Deiner Startseite noch etwas gefeilt hast, auch die Sache zum Anklinken hast Du verändert.

    Sieht jetzt richtig toll wieder auch und passt optisch auch zum Rand. Auch das mit dem Trailer gefällt mir sehr gut.

    Dir sind die Neuerung so wirklich gelungen.

    LG..Karin..

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  2. Hallo Karin! :)

    danke! Ja, mir gefällt es so jetzt auch viel besser.

    LG und noch eine schöne Woche
    Larissa

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  3. Hallo Larissa,

    nun ich wünsche Dir schöne Ostertage.

    LG..Karin

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  4. Hallo Karin,

    danke, das wünsche ich dir auch - wenn auch nachträglich ;).
    Noch einen schönen Sonntag!

    LG Larissa

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Danke, dass Du ein Kommentar hinterlassen möchtest! :) Ich freu mich sehr darüber und wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag.
Alles Liebe,
Larissa