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Rezension: Warum bin ich, wie ich bin? von Claus Borgeest



Titel: Warum bin ich, wie ich bin?
Autor: Claus Borgeest
Reihe: -
Seiten: 351
Preis: 19,90 €
Verlag: Frieling
ISBN: 978-3-8280-2438-0
Originaltitel: -

Meine Bewertung:

Klappentext:

Angeregt durch Briefe des Vaters, taucht ein junges Mädchen in die faszinierende Welt der Philosophie ein. Die Briefe sollen Julia helfen, sich in der Welt der Gedanken und des praktischen Lebens besser zurechtzufinden und zu verstehen, warum sie so denkt, wie sie denkt, warum sie so handelt, wie sie handelt. Welterklärung und Daseinsverständnis, unterschiedliche philosophische Denkmodelle, Fragen nach dem Sinn des Lebens, Zusammenhänge zwischen Kultur und Politik, die Rollen der Geschlechter - dies sind nur einige der Themen, die in 53 anspruchsvoll-unterhaltsamen Briefen Erörterung finden.
Es geht um etwas, wonach in den Medien unentwegt gefragt wird wie nach einem knapp gewordenen Lebensmittel: um Daseinsorientierung und überlieferte Werte und Regeln, die ein bisschen blank geputzt wurden, damit man sich mit ihnen wieder sehen lassen kann.

Erster Satz:

Liebe Julia,
wenn Dein Vater Dir heute einen Brief schreibt und obendrein noch eine Reihe weitere Briefe ankündigt, dann wirst Du das sicherlich merkwürdig finden; denn wenn etwas mitzuteilen galt, könnten wir uns ebenso gut in einer ruhigen Ecke zusammensetzen und darüber sprechen.

Meine Meinung:

Buchgestaltung:

Ich glaube, es ist schwierig ein ansprechendes Cover für ein Buch über Philosophie zu finden. Deshalb ist das Cover eigentlich ganz gut gewählt, trotzdem ist es nicht so wirklich ansprechend, finde ich. Die Wolken passen zum Thema, da es viel um die "Gedankenwelt" geht. Das Buch ist passend dazu eher ruhig und schlicht gestaltet, die Wolken stellen die einzige Unterbrechung der Hintergrundfarbe da.
Es hätte ein bisschen mehr "Pepp" haben dürfen, immerhin handelt es sich hier nicht um ein richtiges Sachbuch, sondern um einen Roman in Briefform, der das Thema Philosophie behandelt. Ich bin mir deshalb ein wenig unsicher, ob die "Jungen Leute", die hier angesprochen werden, überhaupt auf das Buch aufmerksam werden ...

Handlung:

Ein Vater schreibt seiner Tochter Briefe über das Leben und alles Drumherum. Klingt auf den ersten Blick nicht so spannend, oder?
Aber das Buch ist für jeden "Hobby"-Philosophen geeignet, würde ich sagen. Jeder, der sich schon mal solche Fragen gestellt hat wie "Warum bin ich auf dieser Welt?", "Was hat es sich mit dieser 'Philosophie' auf sich, von der immer so kompliziert und unverständlich geredet wird?", "Warum habe ich auf eine Situation so und nicht anders reagiert?".
Philosophie war für mich immer etwas langweiliges, kompliziertes, zu theoretisches und der Eindruck, den ich in der Schule davon gewonnen habe, hat diese Sichtweise unterstützt! Der Begriff = abstrakte Theorien alter Männer, die schon vor tausend Jahren gestorben waren. Das war das, was ich in der Schule darüber mitbekommen habe.
Doch genauso ist es in diesem Buch eben nicht! Der Autor schafft es, den Leser behutsam und Schritt für Schritt an das Thema und die Gedankenmodelle etc. hinzuführen. Durch die Art, dies alles mithilfe der Briefform zu übermitteln, ist eine perfekt Idee gewesen! Jetzt können auch Unerfahrene, wie ich, endlich verstehen, um was es bei der Philosophie eigentlich geht. Claus Borgeest versucht immer, so wenig Vorwissen wie möglich über die Themen vorauszusetzen, sondern erklärt alles an einfachen und verständlichen Beispielen. So wird Philosophie lebendig!
Trotz, dass vieles einfach erklärt wird, handelt es sich hierbei nicht um die perfekt Abendlektüre. Denn man sollte schon mitdenken können und sich auch darüber hinaus ein paar eigene Gedanken dazu machen. Leider geht das Abends aber nicht immer, denn sobald man etwas müde ist, kapiert man schon nichts mehr.
Alles in allem aber macht das Buch Spaß und vermittelt auch viel Wissen! Die Briefform hilft dabei sehr und macht die Themen verdaulicher und unterhaltsamer.

Sprache:

Claus Borgeest hat einen tollen Schreibstil, der sehr ruhig und geduldig wirkt. Was bei den Themen vielleicht auch manchmal von Vorteil ist! Die Briefe lesen sich flüssig und man wird mit seiner Hilfe durch verschiedenste Themen geführt.

Mein Fazit:

Kein Buch für müde Köpfe, denn es erfordert auch Mitdenken! Also nicht unbedingt als Abendlektüre geeignet, trotzdem ein gutes, unterhaltsames und interessantes Buch über die Philosophie!

Zum Autor:

Der 1922 in Lübeck geborene Autor absolvierte nach Kriegsdienst und Gefangenschaft ein Studium der Pädagogik in Hannover und war danach drei Jahre im Schuldienst tätig. Er gründete am Schulort eine Volkshochschule und schrieb literarische Texte für diverse Rundfunkanstalten und Zeitschriften, ehe er 1953 Werbetexter bei Nestlé Deutschland wurde. 1958 machte er sich als Berater für Führungen und Verkauf selbstständig. Claus Borgeest kann bereits auf zahlreiche Buchveröffentlichungen verweisen.
(Quelle: Frieling)


Vielen Dank an Frieling für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

Kommentare:

  1. Hallo Larissa,

    interessantes Buch wie mir scheint. Leider ist der Preis etwas heftig.

    Mal schauen, ob man es ausleihen in der Bücherei.

    LG..Karin...

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  2. Hallo Karin,

    ja, das mit dem Preis stimmt wirklich. Aber vielleicht hast du ja Glück und es gibt es irgendwo gebraucht oder zum ausleihen. :)

    LG
    Larissa

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  3. Hallo Larissa,

    O.K. Danke für den Tipp.

    LG..Karin...

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Alles Liebe,
Larissa