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Rezension: Mind Ripper von Nadine Erdmann

Titel: Mind Ripper
Autor: Nadine Erdmann
Reihe: FatefulFuture, Band 1
Seiten: 308
Preis: 2,99 €
ASIN: B00JJOT8AG



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Klappentext:


Er will nur deine Seele…

London 2038: Das Cybernetz ist der größte Freizeitspaß, besonders unter Jugendlichen. Egal, ob man als Avatar in sozialen Netzwerken neue Leute treffen oder in interaktiven Rollenspielen virtuelle Abenteuer erleben möchte, die schöne neue Technikwelt bietet Unterhaltung für jeden Geschmack. Auch Jemma, Jamie und Zack verbringen dort jede Menge Zeit mit ihren Freunden.

Doch plötzlich fallen drei Jungen während ihres Aufenthalts in der virtuellen Welt ins Koma. Ihre Körper sind unversehrt, doch ihr Bewusstsein ist in der CyberWorld verschwunden. Wer oder was steckt dahinter?

Jemma, Jamie und Zack suchen nach Antworten – und kommen dabei dem Mind Ripper gefährlich nahe…


Erster Satz:

Die Erde bebte bei jedem Schritt, den die schuppige Kreatur tat.

Meine Meinung:

Einen Roman, der hauptsächlich innerhalb eines Cybergames spielt, habe ich noch nie gelesen. Darum war ich sehr gespannt auf "Mind Ripper", besonders weil mich der Klappentext sehr angesprochen hat. Und ich wurde nicht enttäuscht! Nadine Erdmann hat eine glaubwürdige und gut dargestellte Zukunft erschaffen, in der fast jeder ständig im Cybernetz ist. 
Am wichtigsten in dieser Geschichte sind die Charaktere, wir haben drei Hauptpersonen, durch den allwissenden Erzähler, können wir immer wieder in ihre Köpfe schauen. Leider birgt diese Erzählperspektive aber auch Abstand vom Charakter zum Leser und darum konnte ich nicht mit allen gleich viel mitfühlen. Besonders Jemma war für mich oft zu fremd, da ich nicht wirklich in ihre Gedanken und Gefühle eintauchen und diese miterleben konnte. Dafür haben mir besonders Zack und Jamie sehr gut gefallen, besonders toll war, dass sich die Autorin getraut hat, Homosexualität in ihrem Werk eine Rolle spielen zu lassen - das ist heutzutage leider immer noch viel zu selten.
Die Handlung war spannend, bot ein paar überraschende Wendungen und hat mich trotz der manchmal etwas fehlenden Charakternähe gepackt, die Seiten flogen nur so dahin. Das verdankt die Geschichte auch dem lockeren Schreibstil der Autorin, besonders am Ende steigert sie sich extrem und verfasst auch ein paar sehr poetische Zeilen. Das Ende insgesamt hat mir sehr, sehr gut gefallen. Plötzlich verstand ich mich auch wieder mit Jemma besser, hier kamen sogar noch einige Gefühle hinzu, die ich miterlebte. Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte weiter geht.

Mein Fazit:

Nadine Erdmann hat einen Roman über ein Cybergame und drei Jugendliche in der Zukunft geschrieben, der mir gut gefallen hat. Leider war die Perspektive nicht die beste, sodass man als Leser oft einen gewissen Abstand zu den Charakteren hat. Trotzdem packt die Geschichte den Leser, besonders weil die Autorin nicht davor zurückschreckt wichtige Themen wie Tod und Behinderung, aber auch Homosexualität in Einklang mit der spannenden Handlung zu bringen.

Zur Autorin:

Sie wuchs in einem Haus voller Bücher und Musik auf und seit sie denken kann, liebt sie Geschichten. Selbst welche zu schreiben, war aber lange Zeit nur eine fixe Idee, denn die Schriftstellerei gilt als brotlose Kunst und so musste zunächst ein anständiger Beruf her.
Da sie mit Kindern und Jugendlichen arbeiten wollte, studierte sie Lehramt, verbrachte einen Teil ihres Studiums in London und unterrichtete als German Language Teacher an einer kleinen Privatschule in Dublin. Zurück in Deutschland wurde sie Studienrätin für Deutsch und Englisch und arbeitete an einem Gymnasium und einer Gesamtschule in NRW. Der anständige Beruf war ihr damit sicher, aber ihr Herz hing mehr und mehr daran, Geschichten zu schreiben...
(Quelle: nadineerdmann.de)



Vielen Dank an Nadine Erdmann für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

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Larissa