Seiten:

Rezension: Loving von Katrin Bongard




Romantisch. Magisch. Unausweichlich.

Mit dem Partyleben an der Schule hat Ella nicht viel zu tun. Und sie hätte nie gedacht, dass ausgerechnet sie - die sich für Bücher und Buchblogs interessiert - sich in den coolen Luca verliebt. Luca, den alle Mädchen für den tollsten Jungen der ganzen Schule halten. Und den Ella eigentlich nur oberflächlich und arrogant findet. Doch bei einem Schulprojekt lernen die beiden sich besser kennen ... Sich nicht zu verlieben - einfach unmöglich!



Erster Satz:

Es schneit.

Meine Meinung:

"Loving" wurde zuerst als eBook und später dann bei Oetinger veröffentlicht, was an sich schon beweist, dass die Geschichte rund um Ella und Luca gut sein muss. Nach dem Lesen kann ich diese Vermutung auch bestätigen!

Der Roman fängt sehr, sehr gut an - frisch, sarkastisch, witzig und romantisch. Es hat alles, was ein gutes Sommerbuch für Jugendliche braucht. Besonders die erste Hälfte des Buches hat mich richtig süchtig gemacht und ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen.

Besonders gelungen fand ich die Charaktere, egal ob Protagonisten oder Nebenfiguren. Alle haben ihre eigene, unverwechselbare Persönlichkeit und machen die Geschichte dadurch zu einem wunderbarem Leseereignis. Lucas Schwestern waren die Krönung des Ganzen und vor allem die Kleine hat für tolle Momente gesorgt!

So, kommen wir zu den Dingen, die für den Punkteabzug gesorgt haben. Denn ab einer Stelle, bei der Ella sich die Augen lasern lässt und ab sofort keine Brille mehr tragen muss, leidet die Geschichte. Ella ist ihre Brille los und sofort hängen ihr tausende Typen am Rockzipfel. Äh hallo?! Besonders für junge Mädchen ist das keine so tolle Botschaft. Es war wirklich stark übertrieben, denn zuerst interessiert sich kein Junge für sie und plötzlich kommen mehrere (!) Verehrer. Nicht nur zwei, sondern gleich eine ganze Handvoll ... Ohne diese Entwicklung wäre die Geschichte besser gewesen, denn ich hatte das Gefühl, als seien diese zusätzlichen Verehrer bloß da, um die Handlung etwas zu dehnen und (nicht so gelungene) Dramatik einzubauen.
Es hat ab einer Zeit nur noch genervt.

Ein anderer Punkt, der mir nicht so gefallen hat, war das Unvermögen der Protagonisten miteinander zu reden, wenn es zu Missverständnissen kam. Keiner kann sich entschuldigen oder auf den anderen zugehen, obwohl sie sich lieben. Es ist doch nicht zu schwer, mal miteinander zu reden - dann würden ein paar der auftauchenden Probleme nicht immer von einer Mücke zum Elefanten werden.

Mein Fazit:

Insgesamt gebe ich dem Buch trotzdem vier Sterne, da es ein guter Roman für Zwischendurch war. Besonders die erste Hälfte hat mir sehr gut gefallen, ebenso die Charaktere - obwohl es hier und dort ein paar Kritikpunkte gab. Alles in allem ein schöner Sommerroman!

Zur Autorin:

Katrin Bongard lebt in Potsdam. Dort arbeitet sie als Drebuchentwicklerin für Film und Fernsehen und als Autorin. Für ihren Debütroman "Radio Gaga" erhielt sie den Peter-Härtling-Preis, den Preis der Jury der Jungen Leser Wien sowie den Jugendbuchpreis Goldene Leslie.
(Quelle: Oetinger)

Vielen Dank an Oetinger für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Danke, dass Du ein Kommentar hinterlassen möchtest! :) Ich freu mich sehr darüber und wünsche Dir noch einen wunderschönen Tag.
Alles Liebe,
Larissa