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Rezension: All The Light We Cannot See von Anthony Doerr



Marie-Laure lives with her father in Paris near the Museum of Natural History where he works as the master of its thousands of locks. When she is six, Marie-Laure goes blind and her father builds a perfect miniature of their neighborhood so she can memorize it by touch and navigate her way home. When the Nazis occupy Paris, father and daughter flee tothe walled citadel of Saint-Malo. With them they carry what might be the museum's most valuable and dangerous jewel.
In a mining town in Germany, the orphan Werner grows up with his younger sister, enchanted by a crude radio they find. His talent for building and fixing these crucial new instruments wins him a place at a brutal academy for Hitler Youth, then a special assignment to track the resistance. That leads him to Saint-Malo, where his story and Marie-Laure's converge.



Erster Satz:

At dusk they pour from the sky.

Meine Meinung:

Ein historisches Jugendbuch, das in Amerika gehyped und hier nicht wirklich bekannt ist. Dabei erzählt Anthony Doerr eine magische und atmosphärische Geschichte vor und während des zweiten Weltkriegs, die mich von dem Gefühl her an "Die Bücherdiebin" erinnert hat. Es geht hier nicht um die Judenverfolgung, sondern um das Leben zweier Kinder bzw. Jugendliche, die unter dem Regime aufwachsen. Es wird immer wieder zwischen "Während des Krieges" und "Vor dem Krieg" gewechselt, was Spannung reinbringt.
Zum einen lernt man Marie-Laure kennen, eine blinde Französin, die mit ihrem Vater bei Kriegsausbruch aus Paris fliehen muss. Mit dabei haben sie eine Nachbildung des wertvollsten Edelsteins der Welt, die vielleicht auch das Original sein könnte. Denn man wollte vermeiden, dass der Stein in die Hände der Nazis fällt und fertigte zur Verwirrung mehrere Kopien an. Um ihn rankt sich eine tödliche Legende, die auch einen Platz in der Geschichte bekommt.
Die andere Hauptperson ist Werner, ein talentierter Waisenjunge, der mit seiner Schwester Jutta heimlich verbotene Radiosendungen hört. Eines Tages erkennen die Behörden sein technisches Talent und er wird auf eine Hitler-Jugend-Akademie geschickt.
Beide Lebenswege kreuzen sich in der ummauerten Stadt Saint-Malo kurz vor der allerletzten deutschen Niederlage 1945. Doch wer hier auf eine Liebesgeschichte hofft, wird bitterlich enttäuscht! So erging es mir und ich habe die ganze Zeit daraufhin gefiebert, aber es kam nicht dazu.
Der Schreibstil war sehr poetisch und atmosphärisch und hat mir sehr gut gefallen. Beide Protagonisten waren mir auf Anhieb sympathisch und man verfolgt beide Lebenswege sehr gerne.
Der Grund, warum ich dem wunderbaren Buch einen Punkt abgezogen habe ist das Ende. Es hat mir ganz und gar nicht gefallen! Ich kam mir, gelinde gesagt, verarscht vor. Als wäre dem Autor die Puste ausgegangen und er wollte nach 500 Seiten einfach nur noch fertig werden. Es war alles sehr abrupt und hat, meiner Meinung nach, gar nicht zum Rest des Buches gepasst.

Mein Fazit:

Wer ein ähnliches Buch wie "Die Bücherdiebin" sucht, kann hier fündig werden. Toller Schreibstil, wunderbare und interessante Charaktere, die wir auf ihrem Lebensweg begleiten dürfen. Leider hat mir das sehr schnelle und abrupte Ende überhaupt nicht gefallen. Wer eine Liebesgeschichte erwartet, wird enttäuscht werden, stattdessen bekommt man einen authentischen und gefühlsvollen Roman über den Zweiten Weltkrieg! Der Hype ist hier vollkommen gerechtfertigt!

Zum Autor:

Anthony Doerr is the author of the story collections "Memory Wall" and "The Shell Collector", the novel "About Grace", and the memoir "Four Seasons in Rome". He has won numerous prizes, including O. Henry Prize, three Pushcart Prizes, the Rome Prize, and the Story Prize. Raised in Cleveland, Doerr lives in Boise, Idaho, with his wife and two sons.

Kommentare:

  1. Hallo Larissa,

    schade alles nur auf Englisch..auch wenn ich das durchaus verstehe..man hat englisches gelesen und schreibt dann auch seine Meinung in Englisch.

    Trotzdem schade....LG..Karin...

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    1. Aber meine Meinung ist doch auf deutsch?! Lediglich der Klappentext und die Autoreninfo wurden auf Englisch übernommen :-)

      LG Larissa

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  2. Hallo Larissa, sehe ich sehr ähnlich :). Liebesroman: eher nicht. Historischer Roman: Ja, und einfach klasse!
    Liebe Grüße

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Alles Liebe,
Larissa